“Da reden wir morgen noch mal drüber…” – Lernen im Schlaf

By 3. Juni 2014Termine

Oft ist es so, dass man verzweifelt versucht dem Pferd etwas zu lernen, sei es eine Lektion oder Erziehungsversuche. Es klappt einfach nicht. Am nächsten Tag hat man für sein Pferd gerade keine Zeit und probiert es am darauffolgenden Tag…und wie durch ein Wunder führt das Pferd die Lektion aus, als hätte es noch nie was anderes gemacht. Seltsam? Durchaus nicht .Eine Erklärung könnte das Lernen im Schlaf sein.
Schlaf ist wichtig, sonst gäbe es ihn nicht.
Der Schlaf besteht aus verschiedenen Phasen.Wichtig für das Lernen im Schlaf sind die Tiefschlafphase und die sogenannte REM- Phase.( Rapid -Eye – Movement )

Diese Phasen wechseln in der Nacht häufiger ab und in diesen Phasen erfolgt quasi die Aufbereitung der tagsüber gesammelten Eindrücke.Ereignisse werden im Wechselspiel der Tiefschlaf ,- und REM -Phase nochmals präsentiert.
Flüchtig aufgenommene Eindrücke werden im Hippokampus zunächst einmal abgespeichert. In der Tiefschlaf,- und REM-Phase werden diese tagsüber aktivierten Neuronen im Hippokampus erneut aktiviert und der Grosshirnrinde, dem Kortex, präsentiert.Dadurch hat der Kortex die Möglichkeit, flüchtig Gelerntes fest abzuspeichern und zu lernen.Inhalte werden verknüpft,sortiert und zugeordnet. Neu gelernte Inhalte werden wie ein Film nochmals abgespielt und wiederholt.Kurz:Die Übrtragung des Gelernten,vom Hippocampus in den Kortex. Die Hirnforschung ist heute sogar soweit, dass man nicht nur sagen kann ob geträumt, sondern mit Hilfe der Technik sogar messen kann, wovon geträumt wird.
Pferde dösen viel im Stehen, dennoch sind sie bei der kleinsten Störung meistens hellwach.Die Tief,- und Remschlafphase können beim Pferd nur in der Seitenlage stattfinden, nicht im Stehen. Diese Position nehmen Pferde allerdings nur ein, wenn sie sich sicher fühlen.
Schlaf ist nicht nur wichtig für die körperliche Regeneration.Jede stillende Mutter, oder ein im Krankenhaus arbeitende Arzt, kennt die Auswirkungen von Schlafentzug.Auf Dauer wird der Organismus krank.Man ist gestresst,kann sich nicht mehr konzentrieren, usw.Versuche ,die an Ratten durchgeführt und über längeren Zeitraum der Tiefschlaf und die REM-Phase entzogen wurden, endeten tödlich.
Da bei Pferden diese Schlafphasen ohnehin äußerst kurz ausfallen,sollte man darauf achten,dass sich das Pferd in Ruhe ablegen kann.Sei es im Offenstall, bei dem ein rangniederes Pferd sich nicht traut sich abzulegen, oder in einer zu engen Box.Ein nicht ausgelastetes Pferd schläft wahrscheinlich auch nicht so gut.
Natürlich kann man dieses Wissen auch fürs Training nutzen. Klappts nicht gleich auf Anhieb?Gelassen bleiben, vielleicht lernt das Pferd über Nacht ja ein bisschen dazu.

Quelle:Manfred Spitzer/Lernen Kapitel 7 Schlaf und Traum S121- 137 2002

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Michael Geitner

Pferdetrainer
Michael Geitner (geb. 1964), mittlerweile einer bekanntesten und erfolgreichsten Pferdetrainer Deutschlands wuchs auf einer der ersten Western-Ranches in Deutschland auf. Er ist Autor diverser, erfolgreicher Pferdeliteratur und entwickelte mit “Be Strict“, Dual-Aktivierung und Equikinetic pferdegerechte Trainingsarten die dazu beitragen, die Welt der Pferde zu verbessern. 1999 startete er mit „Be Strict! "eines der besten Konzepte im Umgang und der Problemlösung mit Pferden. Michael Geitner konnte mit “Be Strict“ zahllosen Menschen helfen, ihre Pferde besser zu verstehen und den Umgang mit ihnen erleichtern. Die Geschichten seiner berühmte Pony/Zebradame Zesel, die Auflage der Cavallo 2003 wahrscheinlich um einiges steigerte, war nur ein eindrucksvolles Beispiel von der Wirksamkeit dieses Konzeptes. Be Strict war das Konzept das bis heute eine wichtige Basis im Zusammenleben zwischen Mensch und Pferd darstellt. Konsequenz gepaart mit Güte und Kulanz fordert Michael Geitner zur Wahrnehmung des Partner Pferd auf. Leicht verständlich, auf sehr unterhaltsame „ Geitner Art“ erklärt, war und ist „Be strict“ ein Meilenstein der Pferdeerziehung. Ebenfalls ein Ausrufezeichen im Pferdetraining, setzte Michael Geitner 2003 mit der Entwicklung der Dual-Aktivierung. Ein hoch effektives und erfolgreiches Zusatztraining für alle Sparten der Reiterei, um die Balance und die Koordination der Pferde zu fördern. Die Dual-Aktivierung ist weit mehr. Wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse untermauern die Effektivität der Dual-Aktivierung. Da Pferde die Welt weitestgehend in Grauschattierungen sehen, die Farbe Blau und Gelb jedoch wahrgenommen werden, machte Michael Geitner seine „Dualgassen“ in Blau und Gelb. Mittlerweile sind diese Farben zu seinem Markenzeichen geworden. Pferdeexperten aus der ganzen Welt nutzen die Dual-Aktivierung, um im Sport Ausbildung oder Freizeitbereich die Gesundheit und die Leistungen ihrer Pferde zu fördern. Michael Geitner ist Besitzertrainer für Galopprennpferde und erreicht mit ausschließlich „alten“ Pferden erstaunliche Erfolge. Alle Pferde sind heute als Lehrpferde im Einsatz und erfreuen sich bester Gesundheit. 2013 war der Startschuss der Equikinetic. Ein effizientes Muskelaufbauprogramm, das es ermöglicht, das Pferd einfach, aber sinnvoll zu gymnastizieren und effizient Muskulatur aufzubauen. Diese Art des Trainings wird ihren Weg gehen und die Welt von Mensch und Pferd erheblich erleichtern. Mittlerweile konnte Michael Geitner in ca. 450 Lehrgängen mit über 4000 Pferd-Mensch Kombinationen, vielen Pferden und Menschen auf den Weg helfen, eine neue partnerschaftliche Beziehung zu beginnen. Michael Geitner bietet auf seiner Anlage in Rechtmehring die Ausbildung zum Dual-Aktivierungstrainer, sowie die Pferde-Wissen-Kompakt Ausbildung an. Seine Ausbildungen sind praxisnah, verständlich und fundiert und überzeugen Jahr für Jahr sehr viele Menschen, einen neuen Berufsstart mit dieser Ausbildung beginnen.

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