Innere Orientierung

By 3. Juni 2014Termine

Eine Reitsunde zu planen … ehrlich wer macht das schon bis ins Detail?
Lösungsphase, Arbeitsphase, Erholungsphase. Sich Gedanken machen welche Übung zuerst und welche danach kommt? Besser weniger wiederholen oder öfters, wann welche Übung zu welchem Zeitpunkt? Würde man sich die Übungsstunde noch mal anschauen, wie viel Struktur steckt dahinter, bzw. drin?
Mal ganz frech unterstellt: Die meisten Übungsstunden, vor allem ohne Reitlehrer, laufen ohne geordneten Arbeitsplan ab.
Die Dual-Aktivierung beruht darauf klassische Übungen sichtbar zu machen, einen Plan zu haben. Nicht etwa einfach drauf los reiten und mal schauen was wir unserem Pferd heute so präsentieren. Durch die Dual-Aktivierung wissen Reiter und Pferd wo und was zu tun ist.
Um noch effektiver einen in der Dual-Aktivierung gelegten Parcours zu reiten und damit dem Pferd besser helfen zu können, gibt es einen „Trick“ der da heißt: Visualisieren.

Man stellt sich den Parcours im Geiste vor und reitet ihn immer wieder durch. Den Weg einprägen, sich vorstellen wie das Pferd, an dieser oder jener Wendung reagieren wird, wie man mit Entlastungssitz das Dreieck überwindet und dabei nicht an den Zügeln zieht. In welcher Wendung braucht man welche Hilfen, wo muss ich nachgeben, wo wird eine Wendung eingeleitet, sich den individuellen Takt des Pferdes einzuprägen, den man gerne haben möchte, usw.
Esoterischer Humbug? Keineswegs. Diese „Methode“, wird von Spitzensportler, ob von Rennfahrer oder Boxer bis hin zu Turner oder Leichtathlet praktiziert, um das Einstudieren und festigen neuer und bekannter Bewegungsabläufe zu festigen.
Durch Visualisierung und die Vorstellung etwas zu machen, werden im Gehirn die gleichen Nervenzellen aktiviert, als würde man es tatsächlich durchführen.
Um Bewegungsabläufe neu zu lernen oder zu ordnen muss das Gehirn neue Verbindungen zwischen den Nervenverbindungen anlegen oder stärken. Dazu müssen elektrische Signale den Synapsenspalt überwinden. Lernt man etwas Neues, fällt dieses zunächst schwerer und je öfters man die neue Bewegung durchführt, umso einfacher wird es, bis es schließlich ganz automatisch abläuft. (1)
Alleine in Gedanken sich vorzustellen einen DA Parcours abzureiten, hilft neuronalen Verbindungen zwischen den einzelnen Zellen herzustellen und zu stärken.
Sich 10 min zu konzentrieren die Augen zu schließen (visuelle Störfaktoren ausschalten), in Ruhe also nochmals für ein paar Minuten den Parcours im Gehirn abspulen lassen, kostet nichts und bringt einen enormen Vorteil. Die Bewegungsabläufe, die man für den Parcours braucht bzw. die neuronalen Verschaltungen im Gehirn werden angelegt gefestigt oder umstrukturiert. Die Geheimwaffe des Menschen. Pferde können das in diesem Maße eher nicht. Für sie gilt „Learnig by doing„.
Aber da wir ja draufsitzen profitieren Pferde auch davon, schließlich ist der innere Plan abgespeichert und gefestigt.

Quelle: Manfred Spitzer: Lernen Kapitel 3, Neuronen 2002
Wikipedia: Mentales Training

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Michael Geitner

Pferdetrainer
Michael Geitner (geb. 1964), mittlerweile einer bekanntesten und erfolgreichsten Pferdetrainer Deutschlands wuchs auf einer der ersten Western-Ranches in Deutschland auf. Er ist Autor diverser, erfolgreicher Pferdeliteratur und entwickelte mit “Be Strict“, Dual-Aktivierung und Equikinetic pferdegerechte Trainingsarten die dazu beitragen, die Welt der Pferde zu verbessern. 1999 startete er mit „Be Strict! "eines der besten Konzepte im Umgang und der Problemlösung mit Pferden. Michael Geitner konnte mit “Be Strict“ zahllosen Menschen helfen, ihre Pferde besser zu verstehen und den Umgang mit ihnen erleichtern. Die Geschichten seiner berühmte Pony/Zebradame Zesel, die Auflage der Cavallo 2003 wahrscheinlich um einiges steigerte, war nur ein eindrucksvolles Beispiel von der Wirksamkeit dieses Konzeptes. Be Strict war das Konzept das bis heute eine wichtige Basis im Zusammenleben zwischen Mensch und Pferd darstellt. Konsequenz gepaart mit Güte und Kulanz fordert Michael Geitner zur Wahrnehmung des Partner Pferd auf. Leicht verständlich, auf sehr unterhaltsame „ Geitner Art“ erklärt, war und ist „Be strict“ ein Meilenstein der Pferdeerziehung. Ebenfalls ein Ausrufezeichen im Pferdetraining, setzte Michael Geitner 2003 mit der Entwicklung der Dual-Aktivierung. Ein hoch effektives und erfolgreiches Zusatztraining für alle Sparten der Reiterei, um die Balance und die Koordination der Pferde zu fördern. Die Dual-Aktivierung ist weit mehr. Wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse untermauern die Effektivität der Dual-Aktivierung. Da Pferde die Welt weitestgehend in Grauschattierungen sehen, die Farbe Blau und Gelb jedoch wahrgenommen werden, machte Michael Geitner seine „Dualgassen“ in Blau und Gelb. Mittlerweile sind diese Farben zu seinem Markenzeichen geworden. Pferdeexperten aus der ganzen Welt nutzen die Dual-Aktivierung, um im Sport Ausbildung oder Freizeitbereich die Gesundheit und die Leistungen ihrer Pferde zu fördern. Michael Geitner ist Besitzertrainer für Galopprennpferde und erreicht mit ausschließlich „alten“ Pferden erstaunliche Erfolge. Alle Pferde sind heute als Lehrpferde im Einsatz und erfreuen sich bester Gesundheit. 2013 war der Startschuss der Equikinetic. Ein effizientes Muskelaufbauprogramm, das es ermöglicht, das Pferd einfach, aber sinnvoll zu gymnastizieren und effizient Muskulatur aufzubauen. Diese Art des Trainings wird ihren Weg gehen und die Welt von Mensch und Pferd erheblich erleichtern. Mittlerweile konnte Michael Geitner in ca. 450 Lehrgängen mit über 4000 Pferd-Mensch Kombinationen, vielen Pferden und Menschen auf den Weg helfen, eine neue partnerschaftliche Beziehung zu beginnen. Michael Geitner bietet auf seiner Anlage in Rechtmehring die Ausbildung zum Dual-Aktivierungstrainer, sowie die Pferde-Wissen-Kompakt Ausbildung an. Seine Ausbildungen sind praxisnah, verständlich und fundiert und überzeugen Jahr für Jahr sehr viele Menschen, einen neuen Berufsstart mit dieser Ausbildung beginnen.

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