Time is cash….

By 15. Mai 2014Termine

Früher nutze man sie als Arbeitstiere um Äcker zu pflügen und Kutschen zu ziehen, sie wurden als Prestigeobjekt genutzt, mit ihnen wurden Kriege gewonnen … Und so manches Pferd wurde besser behandelt als die eigenen Kinder. Nicht selten hing von Pferden das Überleben ab.
Pferde waren damals schon teuer. Es wurde Wert auf ihre gute Ausbildung gelegt, ob als Zugpferd oder zum Militäreinsatz, es kostete Zeit und Geld, um eine etwas längere Haltbarkeit zu erreichen. Natürlich war damals auch nicht immer alles Gold, was glänzte, jedoch hatten die Vierbeiner einen hohen Stellenwert.
Heute sind Pferde vorwiegend im Sport,- und Freizeitbereich eingesetzt. Viele Pferde werden von ihren Besitzern geliebt. Artgerechte Haltung, eine gute Ausbildung von Reiter und Pferd, gut passende Sättel, bestes Futter, aller möglicher Schnickschnack . Für das Wohl vieler Pferde ist bestens gesorgt. Glücklicherweise hat sich da viel getan. Es werden sich viele Gedanken über pferdegerechte Haltung und Ausbildung gemacht und ein großer Teil unserer Freizeitreiter haben sich zum selbstständig denkenden Reiter entwickelt.
Glückliche Pferdemenschen, glückliche Pferde, der Idealfall. Doch die Pferdewelt ist nicht immer idyllisch.
Schlachtfohlen werden unter grausamsten Umständen von ihren Müttern getrennt und auf einen noch schlimmeren Transport zu gehen. Die Filets landen dann für 30,- /kg auf den Tellern der Feinschmeckerrestaurants. Um die Subventionen einzukassieren, werden Pferde, unter elenden Umständen, quer durch Europa gekarrt. Ein lohnendes Geschäft.
Im Sportbereich haben sie zu funktionieren. Es geht auch hier um Geld. Immer geht’s ums Geld. Betrachte man sich nur ein hochklassiges Springturnier. Was, da alles so an einen Pferdekopf Verwendung findet, um es noch lenken und bremsen zu können. Die Kreativität kennt hier kaum Grenzen. Natürlich gibt es auch viele Positivbeispiele aus dem Profibereich, aber leider überwiegen die unschönen Bilder. Schneller, weiter, höher. Erzielen sie nicht die Leistungen die man von ihnen erwartet -weg damit. Und außerhalb des Profilagers im Freizeitbereich?
Es wird dem Profibereich auch fleißig nachgeeifert. Über Sinn und Unsinn mancher Hilfszügel und fragwürdiger Reitmethoden machen sich aber “Gott seis gedankt” immer mehr Pferdemenschen Gedanken.
Der Traum vom eigenen Pferd ist heute durchaus realisierbar. Jedoch sollte der Anschaffungspreis möglichst gering sein. Pferde bekommt man heute ja auch schon relativ günstig. Was, wenn der Vierbeiner nicht den Vorstellungen, die man hatte, entspricht?
Geringer Preis, die Ansprüche sind aber, vor allem an Freizeitpferde, sehr hoch gesteckt.
Leider spiegelt aber der Umgang mit Pferden auch die Mentalität unserer heutigen Wegwerfgesellschaft wieder.
Vorneweg, es ist ja kein Verbrechen ein Pferd zu verkaufen. Manchmal kann dem Pferd nix Besseres passieren, jedoch oft ist es keine überlegte Entscheidung zum Wohl für Pferd und Mensch, sondern schlichtweg eine bequeme Endlösung.
Der Gaul bockt, zickt, erfüllt die hochgeschraubten Erwartungen nicht. Arthrose, Hufrollentzündungen, Kissing Spines. Warum für etwas bezahlen, und wir reden hier nicht von 3,50,- im Monat, dass man nicht mehr einsetzten, kann? Unreitbar – unverwendbar. Beistellpferde – der Markt wird überschwemmt damit. Es muss fairerweise gesagt werden, dass manch Mensch und Pferd hier schon eine Odyssee hinter sich haben. Aber wenn Trainer und Tierärzte mit ihrem Latein am Ende sind, wie viel soll man denn noch in das Pferd reinstecken?
Ja, eine gute Ausbildung kostet Zeit und Geld. Jedoch lohnt es, in sie zu investieren. Es geht hier nicht um Galoppwechsel und höher, schneller, weiter. Eine pferdegerechte Ausbildung reicht, um einen verlässlichen, gesunden Partner an seiner Seite zu haben.

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Michael Geitner

Pferdetrainer
Michael Geitner (geb. 1964), mittlerweile einer bekanntesten und erfolgreichsten Pferdetrainer Deutschlands wuchs auf einer der ersten Western-Ranches in Deutschland auf. Er ist Autor diverser, erfolgreicher Pferdeliteratur und entwickelte mit “Be Strict“, Dual-Aktivierung und Equikinetic pferdegerechte Trainingsarten die dazu beitragen, die Welt der Pferde zu verbessern. 1999 startete er mit „Be Strict! "eines der besten Konzepte im Umgang und der Problemlösung mit Pferden. Michael Geitner konnte mit “Be Strict“ zahllosen Menschen helfen, ihre Pferde besser zu verstehen und den Umgang mit ihnen erleichtern. Die Geschichten seiner berühmte Pony/Zebradame Zesel, die Auflage der Cavallo 2003 wahrscheinlich um einiges steigerte, war nur ein eindrucksvolles Beispiel von der Wirksamkeit dieses Konzeptes. Be Strict war das Konzept das bis heute eine wichtige Basis im Zusammenleben zwischen Mensch und Pferd darstellt. Konsequenz gepaart mit Güte und Kulanz fordert Michael Geitner zur Wahrnehmung des Partner Pferd auf. Leicht verständlich, auf sehr unterhaltsame „ Geitner Art“ erklärt, war und ist „Be strict“ ein Meilenstein der Pferdeerziehung. Ebenfalls ein Ausrufezeichen im Pferdetraining, setzte Michael Geitner 2003 mit der Entwicklung der Dual-Aktivierung. Ein hoch effektives und erfolgreiches Zusatztraining für alle Sparten der Reiterei, um die Balance und die Koordination der Pferde zu fördern. Die Dual-Aktivierung ist weit mehr. Wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse untermauern die Effektivität der Dual-Aktivierung. Da Pferde die Welt weitestgehend in Grauschattierungen sehen, die Farbe Blau und Gelb jedoch wahrgenommen werden, machte Michael Geitner seine „Dualgassen“ in Blau und Gelb. Mittlerweile sind diese Farben zu seinem Markenzeichen geworden. Pferdeexperten aus der ganzen Welt nutzen die Dual-Aktivierung, um im Sport Ausbildung oder Freizeitbereich die Gesundheit und die Leistungen ihrer Pferde zu fördern. Michael Geitner ist Besitzertrainer für Galopprennpferde und erreicht mit ausschließlich „alten“ Pferden erstaunliche Erfolge. Alle Pferde sind heute als Lehrpferde im Einsatz und erfreuen sich bester Gesundheit. 2013 war der Startschuss der Equikinetic. Ein effizientes Muskelaufbauprogramm, das es ermöglicht, das Pferd einfach, aber sinnvoll zu gymnastizieren und effizient Muskulatur aufzubauen. Diese Art des Trainings wird ihren Weg gehen und die Welt von Mensch und Pferd erheblich erleichtern. Mittlerweile konnte Michael Geitner in ca. 450 Lehrgängen mit über 4000 Pferd-Mensch Kombinationen, vielen Pferden und Menschen auf den Weg helfen, eine neue partnerschaftliche Beziehung zu beginnen. Michael Geitner bietet auf seiner Anlage in Rechtmehring die Ausbildung zum Dual-Aktivierungstrainer, sowie die Pferde-Wissen-Kompakt Ausbildung an. Seine Ausbildungen sind praxisnah, verständlich und fundiert und überzeugen Jahr für Jahr sehr viele Menschen, einen neuen Berufsstart mit dieser Ausbildung beginnen.

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