Was sind Faszien?

By 16. Juni 2015Termine

Faszien sind eine Bindegewebsstruktur. Sie bestehen aus hauptsächlich aus Elastin Kollagenfasern und Zwischenzellsubstanz. Zwischen den Fasern wird Wasser eingelagert, welches als Gleitmittel dient. Faszien durchziehen mit ihrer Gitterstruktur den ganzen Körper wie ein Netz. Sie sind quasi ein kompletter Bodysuit. Sie verlaufen den Körper in alle Richtungen. Jede einzelne Muskelfaser ist von Faszien umhüllt und verbindet diese mit anderen Muskelfasern. Sie sind Hüllen für Muskeln und Organe.

Wie sehen Faszien aus?
Stellen sie sich ein Steak vor. Die weiße Struktur die das Steak marmoriert (nicht der Fettanteil) sind die Faszien. Bleiben wir bei der Küchenanatomie. Wenn sie ein Hähnchen aufschneiden, sehen sie diese weißen Häute die das Fleisch umgeben, auch das sind vorwiegend Faszien.

Welche Funktion haben Faszien?
Faszien geben dem Körper Struktur und Elastizität und Stabilität und verleihen ihm die nötige Spannung. Sie verhindern auch dass die Muskeln sich während einer Kontraktion behindern. Wir müssen sie als funktionelle Einheit vorstellen. Sie verbinden ebenso ganze Muskelgruppen und sorgen für eine reibungslose Art der Bewegung. Bewegung und Koordination des Körpers wären ohne Faszien nicht möglich. Faszien haben eine Stoßdämpfer und „Katapultfunktion“. Sie helfen dem Körper Energie zu sparen. Zudem sind sie neben anderen Sensoren für die Körperwahrnehmung verantwortlich. Auch für das Imunsystem spielen sie eine Rolle

Wie funktioniert das Zusammenspiel von Faszien Muskeln, Knochen und auch Sehnen?
Faszien umhüllen und verbinden netzartig die Muskeln und gehen dann in Sehen über um den Knochen mit dem Muskel zu verbinden. Ein Känguru ist nicht nur dank seiner Muskeln fähig so weite Sprünge zu machen, sondern weil es ein besonders ausgeprägtes Fasziensystem hat, welches Energie speichert und wieder abgibt.

Was passiert wenn die Faszien nicht „trainiert“ werden?
Werden Faszien nicht in die Richtung trainiert in die man sie benötigt, oder gar nicht gebraucht, beginnen sie zu verkleben und zu verfilzen. Sie können ihre Funktion nicht mehr erfüllen. Sie entwickeln sich nur effektiv nach dem Prinzip „Use it or loose it“.

Können Faszien Schmerzen?
Faszien selber sind sehr schmerzempfindlich, wie herausgefunden wurde. Auch lagert das fasziale Gewebe Schlaken und Giftstoffe ein, was neben zu wenig Bewegung zu Verspannungen der Faszien führen kann und das ist sehr schmerzhaft.

Verspannungen: sind Faszien schuld?
Die meisten Verspannungen entstehen durch zu wenig Bewegung oder Falschbelastung. Die Faszien verfilzen und auch die Muskulatur ist dadurch nicht mehr in der Lage schmerfrei zu arbeiten. Der Muskel wird nicht mehr richtig durchblutet.

Haben falsch trainierte Pferde fasziale Schmerzen?
Ja. Durch das falsche Zusammenspiel der Muskulatur verkleben die Faszien und das ist eben Schmerzhaft. Ein Pferd das ständig mit einem weggedrückten Rücken läuft, kann die Faszien nicht uin die eigentlich notwendige Richtung entwickeln. Schmerzen durch Fehlbelastung kennen wir alle im Nacken Schulter Bereich, wenn etwa zu viel am PC oder Schreibtisch gesessen wird und kein körperlicher Ausgleich erfolgt.

Wie beuge ich verklebten Faszien vor?
Bewegung— in die richtige Richtung. Um Faszien elastisch zu halten, gilt es eine Fehlbelastung durch etwa falsches Reiten, bei dem das Pferd eine Schonhaltung einnimmt zu vermeiden. Losgelassenheit spielt dabei schon eine wesentliche Rolle. Ein Pferd das sich festhält wird nicht entspannt gehen können und es entstehen Verspannungen.

Wie kann ich verklebte Faszien beim Pferd behandeln?
Manuel kann man die Faszien mit einem Neurostimgerät unterstützen. Durch ausgewählte Schwingungen löst sich das verklebte Bindegewebe, kann wieder elastisch werden und erlaubt auch dem darunterliegenden Muskel wieder zu wachsen. In der Equikinetic wird das Pferd gymnastiziert. Die Faszien werden in die korrekte Bewegungsrichtung beansprucht. Durch Spannung und Entspannung auf gebogener Linie dehnt sich das Gewebe und beginnt wieder elastisch zu werden, bzw. zu bleiben.
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Michael Geitner und Alexandra Schmid
www.pferde-ausbildung.de
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Michael Geitner

Pferdetrainer
Michael Geitner (geb. 1964), mittlerweile einer bekanntesten und erfolgreichsten Pferdetrainer Deutschlands wuchs auf einer der ersten Western-Ranches in Deutschland auf. Er ist Autor diverser, erfolgreicher Pferdeliteratur und entwickelte mit “Be Strict“, Dual-Aktivierung und Equikinetic pferdegerechte Trainingsarten die dazu beitragen, die Welt der Pferde zu verbessern. 1999 startete er mit „Be Strict! "eines der besten Konzepte im Umgang und der Problemlösung mit Pferden. Michael Geitner konnte mit “Be Strict“ zahllosen Menschen helfen, ihre Pferde besser zu verstehen und den Umgang mit ihnen erleichtern. Die Geschichten seiner berühmte Pony/Zebradame Zesel, die Auflage der Cavallo 2003 wahrscheinlich um einiges steigerte, war nur ein eindrucksvolles Beispiel von der Wirksamkeit dieses Konzeptes. Be Strict war das Konzept das bis heute eine wichtige Basis im Zusammenleben zwischen Mensch und Pferd darstellt. Konsequenz gepaart mit Güte und Kulanz fordert Michael Geitner zur Wahrnehmung des Partner Pferd auf. Leicht verständlich, auf sehr unterhaltsame „ Geitner Art“ erklärt, war und ist „Be strict“ ein Meilenstein der Pferdeerziehung. Ebenfalls ein Ausrufezeichen im Pferdetraining, setzte Michael Geitner 2003 mit der Entwicklung der Dual-Aktivierung. Ein hoch effektives und erfolgreiches Zusatztraining für alle Sparten der Reiterei, um die Balance und die Koordination der Pferde zu fördern. Die Dual-Aktivierung ist weit mehr. Wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse untermauern die Effektivität der Dual-Aktivierung. Da Pferde die Welt weitestgehend in Grauschattierungen sehen, die Farbe Blau und Gelb jedoch wahrgenommen werden, machte Michael Geitner seine „Dualgassen“ in Blau und Gelb. Mittlerweile sind diese Farben zu seinem Markenzeichen geworden. Pferdeexperten aus der ganzen Welt nutzen die Dual-Aktivierung, um im Sport Ausbildung oder Freizeitbereich die Gesundheit und die Leistungen ihrer Pferde zu fördern. Michael Geitner ist Besitzertrainer für Galopprennpferde und erreicht mit ausschließlich „alten“ Pferden erstaunliche Erfolge. Alle Pferde sind heute als Lehrpferde im Einsatz und erfreuen sich bester Gesundheit. 2013 war der Startschuss der Equikinetic. Ein effizientes Muskelaufbauprogramm, das es ermöglicht, das Pferd einfach, aber sinnvoll zu gymnastizieren und effizient Muskulatur aufzubauen. Diese Art des Trainings wird ihren Weg gehen und die Welt von Mensch und Pferd erheblich erleichtern. Mittlerweile konnte Michael Geitner in ca. 450 Lehrgängen mit über 4000 Pferd-Mensch Kombinationen, vielen Pferden und Menschen auf den Weg helfen, eine neue partnerschaftliche Beziehung zu beginnen. Michael Geitner bietet auf seiner Anlage in Rechtmehring die Ausbildung zum Dual-Aktivierungstrainer, sowie die Pferde-Wissen-Kompakt Ausbildung an. Seine Ausbildungen sind praxisnah, verständlich und fundiert und überzeugen Jahr für Jahr sehr viele Menschen, einen neuen Berufsstart mit dieser Ausbildung beginnen.

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