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Michael Geitner

Der Sperrriemen 2.0 Update

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Der Sperrriemen 2.0 Update

Ich höre oft die landläufigen “Argumente” für die Benutzung des Sperrriemens (Kinnriemen), wie “Mein Pferd streckt sonst die Zunge raus” oder “Das Pferd sträubt sich sonst gegen die Trense”. Die Fakten, die GEGEN den Einsatz des Sperrriemens sprechen, sind folgende, dazu kurz etwas zur Historie:

Nach gründlichen Recherchen, unter anderem von Heiner Sauter (VFD) und vielen guten Pferdeleuten, kann man zum aktuellen Zeitpunkt beruhigt behaupten der Sperrriemen kam nicht aus dem Militär.

Es konnte kein einziger Nachweis dafür mit geschichtlichem Hinweis gefunden werden. Die Sache mit der Verminderung der Kieferbrüche, können wir eher dem Hannoveranerischen Zaum zu ordnen.

Ja ja, ich weiß, ich habe von 2005 an diese Geschichte nach außen getragen. Wenn es auch nicht geschichtsfest war, so hat es mit Sicherheit zig Tausende von Pferde Menschen zum Umdenken gebracht.

Und jetzt so finden wir zumindest, ist es an der Zeit ein bisschen zu korrigieren.

Irgendwann Mitte der sechziger ist er zum ersten Mal aufgetaucht.

Mitte der sechziger Jahre tauchte der Sperrriemen zum ersten Mal auf.

Der bewährte Pullerriemen, wurde zu dem heutigen Sperrriemen umfunktioniert. (siehe Foto, das ist natürlich nur zu Demonstrationszwecken oder die Konstruktion von Karl Friedrich Holleufer)

Es war in seinem Ursprung eine geniale Geschichte, der Reiter konnte nur einen bestimmten Weg mit dem Gebiss gehen und danach hat der Nasen nehmen seine Wirkung gezeigt.

Eigentlich eine geniale Idee. Auf diese Weise verschnallt, mindert es den Zug auf das Maul und der Zug/Druck eines ziehenden Zügels wird zum Teil auf die Nase umgeleitet.

Außerdem hat es die Lage des Gebisses verbessert.

Die Verschnallung des Pullerriemens auf diese Weise, verbesserte die Lage des Gebisses.

Aber warum kann er einen solchen Siegeszug in der Reiterei antreten, lange habe ich gegrübelt, aber die Lösung ist wahrscheinlich ganz einfach erstens ist der Mensch ein Herdentier und weil das alle machen kann ich ja nicht schlecht sein und zweitens Mal sind natürlich Pferde, wenn man ihnen das Maul verbietet, einfach kooperativer.

Wie war es möglich, dass der Sperrriemen, wie man ihn heute einsetzt, solch einen Siegeszug in der Reiterei hat antreten können?

Ich habe lange gegrübelt, wahrscheinlich ist die Lösung dafür aber ganz einfach.

Erstens ist der Mensch ein Herdentier und macht vieles nach, weil es alle machen. So schlecht kann es ja dann nicht sein. Zweitens sind Pferde natürlich sehr viel kooperativer, wenn man ihnen das Maul zubindet.

Ich denke aber, jetzt ist es an der Zeit wirklich flächendeckend umzudenken, die anatomischen Grundlagen eines Pferdes zu beachten denn die Gesunderhaltung unserer Lieblinge sollte unser erstes Gebot sein.

Es ist es Zeit flächendeckend umzudenken! Der Sperrriemen sollte basierend auf anatomischen Grundlagen des Pferdes betrachtet werden. Das ist wichtig für die Gesunderhaltung und das sollte, im Interesse unserer Lieblinge, doch an erster Stelle stehen

Und warum beschweren sich die Pferde nicht, weil sie keine Stimme haben sie haben nämlich keinen Schmerz laut und sind einfach nette und geduldige Wesen.

Warum beschweren sich Pferde nicht? Weil sie keinen Schmerzlaut äußern können. Zudem sind sie nette und geduldige Wesen.

Zum Nachlesen: Wie der Sperrriemen physisch Einfluss auf das Pferd nimmt.

Was der Sperrriemen ((aber)) sehr deutlich einschränkt und zum Teil auch stark behindert, ist das Abschlucken des Speichels. Wenn nämlich sein Maul zugeschnürt wird, kann das Pferd nicht mehr durch das leichte Öffnen des Mauls den Druck des Trensengebisses auf den Gaumen abmildern.

An der Stelle, an der das Trensengebiss gegen den Gaumen drückt, sitzen aber Nervenrezeptoren, die den Schluckreflex unterbinden und den Deckel des Kehlkopfes blockieren.

Dadurch entsteht das Einspeicheln des Pferdes, was also in erster Linie ein Zeichen dafür ist, dass das Pferd seinen Speichel nicht abschluckt, aber noch lange kein Hinweis darauf, dass das Pferd korrekt “durch das Genick” geht.

Das kann jeder an sich selbst ausprobieren: Wenn man mit einem Löffel an den Gaumen drückt, dann kann man seinen Speichel nicht mehr abschlucken und es entsteht zudem ein Würgereiz.

Neben vielen anderen Funktionen bildet der Speichel einen natürlichen Schutz der Magenschleimhäute des Pferdes. Wir wissen heute, dass etwa die Hälfte aller Pferde im Freizeitsport und sogar 80% der Pferde im Leistungs- und Hochleistungssport unter Magenproblemen leiden.

Denn Der Speichel erfüllt neben dem rein mechanischen Abtransport des bereits im Maul zerkauten Nahrungsbreis aus der Maulhöhle in den Magen noch eine Reihe weiterer ganz wichtiger Funktionen. Im Speichel befinden sich wichtige Mineralien, vor allem Natriumbikarbonat, das als chemischer “Puffer” eine Übersäuerung des Magens verhindert.

Fehlt nun dieser Speichel als Säurepuffer, kommt es schnell zu einer Übersäuerung des Magens. Ist die Magenschleimhaut zum Beispiel durch Stress an manchen Stellen dünner als normalerweise, führt eine Übersäuerung des Mageninhaltes an diesen Stellen zu einem Magengeschwür, da die Magensäure – übrigens fast reine Salzsäure – an diesen Stellen die “Schutzhülle” der Magenwände einfach wegfrisst. Die meisten Magengeschwüre entstehen am Übergang der kutanen Schleimhaut und der Drüsenschleimhaut.

Dieses Problem ist NICHT zu unterschätzen, da eine Erkrankung des Magens das Pferd sehr unrittig machen kann, weil es durch Anspannung der Muskulatur immer wieder versucht, den schmerzenden Magen ruhig zu stellen, damit die Magensäure nicht so viel herumschwappt. […]

Dem Pferd steht keine ausreichende Menge an Speichel zur Verfügung und der vorhandene Speichel kann nicht abgeschluckt werden. Und das gerade in der stressigsten Zeit, im Training.
Da brauchen die Pferde ihren Speichel nämlich am nötigsten.

Der nächste Punkt gegen den Einsatz des Sperrriemens ist die eingeschränkte Freiheit des Kiefergelenks. Man hat festgestellt, dass, wenn das Kiefergelenk nicht richtig arbeitet bzw. festgeklemmt oder festgehalten wird, die Muskulatur des Kiefers Bewegungsstöße des Körpers, z.B. beim Laufen, nicht mehr abfedern kann.

Zudem ist der Muskel, der dafür verantwortlich ist, M. digastricus, nicht nur mit dem Zungenbein verbunden, sondern auch mit den Kondylen, die Knochenfortsätze des Hinterhauptbeins. Ist dieser Muskel durch ein Zubinden des Maules verspannt, blockiert es das erste Kopfgelenk, das Atlantookzipitalgelenk …sowie das folgende Gelenk. Eine Kettenreaktion. Das Pferd bekommt Schwierigkeiten sich zu stellen und natürlich zu biegen. Ein lockeres Genick, ist allerdings die Grundvoraussetzung, um ein Pferd korrekt ausbilden und gesund reiten zu können.

Wenn wir also einen Dauerlauf mit zusammengebissenen Zähnen laufen würden, dann würden wir uns derart die Wirbel der Wirbelsäule prellen, dass wir am Abend nicht mehr wüssten, wie wir uns überhaupt bewegen sollen. Die Pferde müssen das tagaus, tagein erleiden, und die Praxis des Sperrriemens kann Gelenkschäden bis hinunter zu den Fesselgelenken zur Folge haben.

Man sagt daher: Das Kiefergelenk ist der erste Halswirbel. […]

Neben der Sicherstellung der Funktionsfähigkeit der Wirbelsäule ist die Kieferfreiheit zudem ganz wichtig für die Speichelproduktion, die vor allem durch die Ohrspeicheldrüse gesteuert wird.
Ein festgezogener Sperrriemen verhindert die Kieferfreiheit und das Pferd kann nicht mehr kauen.
Das ist aber eine Grundvoraussetzung, um Speichel zu produzieren und abfließen zu lassen.))

Zudem verläuft genau an dem Punkt, wo der Sperrriemen sitzt, die Austrittsstelle (For. Mentale) eines empfindlichen Nervs, dem Nervus mentales, der für die Haut, Muskulatur, Schleimhaut der Unterlippe, sowie für das Kinn zuständig ist.

Um es auf den Punkt zu bringen, formuliere ich das Problem des Sperrriemens folgendermaßen: Ich würde mir wünschen, dass die verschwendete Energie, die die Pferde aufbringen (müssen), um sich gegen den Sperrriemen zu wehren, als freie zusätzliche Energie für das zur Verfügung steht, was die Pferde leisten können.

Wenn man die für den Kampf gegen den Sperrriemen eingesetzte Konzentration im Training zusätzlich zur Verfügung hätte, um sie für das Lernverhalten des Pferdes einzusetzen, dann wäre jeder, der von dieser Energie und Konzentration Gebrauch macht, gleich um Klassen besser, als derjenige Standard, den man sich mühsam gegen den Sperrriemen erkämpft hat.

Wie bringe ich mein Pferd dazu, dass es sich auch auf seiner „steifen Seite“ besser stellt?

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Eine Frage an uns war:

Wie bringe ich mein Pferd dazu, dass es sich auch auf seiner „steifen Seite“ besser stellt?

Wir haben Euch ein kurzes Video gemacht, wir hoffen wir können Euch so weiterhelfen, auch wenn unsere Trainer und auch wir, nicht bei Euch sein und vor Ort unterstützen können.

Eure Alexandra Schmid & Michael Geitner

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Pferdewissen Kurz & Knackig – Die Treppe

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Liebe Pferdefreunde.

Es ist eine sehr schwere Zeit für alle gerade. Viele haben einfach eine „scheiß Angst“, um ihre und um die Gesundheit ihrer Angehörigen, auch um ihre Existenz und Arbeitsplätze. Bleibt stark.

Ein kleiner Lichtblick ist es, dass wir die Pferde haben. Man steht ja nicht nur in der Pflicht, sich um sie zu kümmern, es ist für uns doch auch Seelenbalsam, wenn wir bei ihnen sind.

Nicht jeder hat die Möglichkeit sein Pferd zu reiten. Oft sind die Koppeln noch zu und man will sein Pferd ja auch in gutem Trainingszustand halten.

Unsere Bodenarbeitsprogramme bieten eine gute Alternative.

Eure Alexandra Schmid & Michael Geitner

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Immer locker bleiben

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Hier mal die Fahnenarbeit durch die offenen Gassen und als Ergänzung nehmen wir den Pylonenslalom in den Gassen hinzu.
Dazu beginnt ihr mit der Fahnenarbeit und zwar die Gassenvariante. Einmal durch und einmal zurück. Das reicht.

Dann baut ihr den Pylonenslalom auf und legt mit genügend Abstand zu den Pylonen (ihr müsst da mit dem Pferd durch) links und rechts, die Gassen als Begrenzung.
Stellt den Timer auf 6 Einheiten á 3 Minuten, mit jeweils einer Minute Pause.
Beginnt im Schritt. Geht zunächst linke Hand, geführt von der linken Seite durch den Pylonenslalom, danach macht ihr einen halben Zirkel und geht erneut linke Hand, von links geführt durch. Ihr könnt das Pferd auf der gebogenen Linie, außerhalb der Gassen, auch übertreten lassen (macht wunderbar locker…) . Nach der ersten Pause wechselt ihr die Führseite und geht rechte Hand. usw.
Wann und ob ihr den Trab hinzufügt, bleibt euch überlassen. Die Übung fördert nicht nur die Balance, Durchlässigkeit und die Koordination, sie verlangt dass ihr Position bezieht und das Pferd zuhört und sich führen lässt und das ganz locker…
Viel Spass dabei 

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Tickets, Termine, Info Equiday und Geitner´s Pferdecomedy unter: www.michaelgeitner.de

Muskeln brauchen keinen Winterschlaf

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Es ist kalt, es ist dunkel, es ist nass und ungemütlich. Seelig die, welche eine Halle haben. Trotzdem hat keiner hat so richtig Lust etwas zu tun.

Das schlechte Gewissen plagt einen schon wieder, weil man weiß, dass das Pferd sowieso ein paar Muskeln gebrauchen könnte und etwas zu dick ist es auch. Der Frühling kommt bestimmt und da kommt ja wieder in die aktive Phase. Jetzt heißt es aber sich am Riemen zu reißen. Der Winterspeck bahnt sich an. Tut er das wirklich oder ist das Pferd den Sommer auch nicht so richtig in Form gewesen? Am meisten nehmen Pferd von Neujahr bis Weihnachten zu und nicht von Weihnachten bis Neujahr zu. Wir müssen das Pferd das ganze Jahr fit halten.

Viele gesundheitliche Probleme, die Pferde haben, resultieren aus der mangelnden Muskulatur. Das könnte vermieden werden. Muskulatur muss gearbeitet werden, damit sie sich aufbaut und erhalten bleibt. Use it or lose it, oder von Nix kommt Nix.

Übergewichtigt Pferde auf Diät setzen, dann baut es Fett ab? Reduziert man nur das Futter, greift der Körper auf einfach verfügbare Ressourcen zurück. Proteine. Die kommen leider aus der Musekelmasse. Muskeln brauchen viel Energie und da spart der schlaue Organismus nun mal als Erstes. Jetzt beginnt ein Teufelskreis. Unsere Pferde machen ja die ganze Woche mehr „Pause“ als Training. Wir müssen den Stoffwechsel des Pferdes also so kalibrieren, dass es auch in den Phasen, in denen es die meiste Zeit gechillt im Offenstall, Auslauf oder Bos steht, Fett verbrennt. Was verbraucht am meisten Energie? Muskelmasse. Die braucht auch im Ruhemodus Energie und diese holt sie sich aus den Fettpölsterchen.

Equikinetic fördert nicht nur den Muskelaufbau. Sehnen und Knochen etwa, brauchen Belastungsreize damit sie wachsen, das ist genau wie bei der Muskulatur. Kein Mensch braucht Angst zu haben, dass ein Pferd nach 3 Monaten Equikinetic zum Muskelmonster wird und die Sehnen nicht mehr hinterherkommen. Das ist Blödsinn.

Um die Muskelmasse zu stabilisieren und tragen zu können sind nach 3 Monaten weder Sehen noch Knochen zu schwach dafür, auch wenn diese länger brauchen um zu „wachsen“.

Die weit größere Gefahr geht von den Folgen mangelnder Muskulatur aus. Nicht nur um Stoffwechselkrankheiten zu vermeiden, sondern auch um das Reitergewicht und die Geländeausritte unbeschadet meistern zu können, ist eine gute Grundmuskelmasse wichtig.

Muskeln sollen nur in den Trainingspausen nach der Equikinetic geschont werden, damit sie wachsen können. Diese Pause dauert einen Tag. Haltet Eure Pferde gesund und fit. Damit tut ihr ihnen am besten etwas Gutes.

Wann und mit was fange ich eigentlich an?

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Eines der meist diskutierten Themen in der Pferdewelt ist: im welchem Alter bzw. wann fange ich an mein Pferd zu trainieren. Grundsätzlich ist es wie bei jedem anderen Thema eine Sache der Betrachtungsweise. Die einen haben ein ganz bestimmtes Alter zum Beispiel drei Jahre dann gibt es Pferde die sogenannten Spätentwickler sind, die dann erst mit fünf begonnen werden. Und so ergibt sich eine Vielzahl von verschiedenen Meinungen.

Ich bin definitiv ein Freund von Frühförderung was natürlich nicht heißt, dass das Pferd früher angeritten wird. Es beginnt ja schon mit dem Fohlen ABC und Positionsarbeit und Führungen kann man in jedem Alter machen und ist auch dringend zu empfehlen. Der Worstcase ist für mich ein dreijähriger Kaltbluthengst direkt von der Alm ins Training, zu bekommen.

Es gibt auch deutliche Unterschiede, wenn man mal ein bisschen in der Geschichte stöbert von Kultur zu Kultur in Ländern wo das Pferd in großen Stückzahlen zur Verfügung stand wurde natürlich anders vorgegangen wie zum Beispiel in Deutschland wo das Pferd ein nahezu unbezahlbares Gut war.

Man hat die Grundausbildung eines Reitpferdes von drei Jahren auf drei Monate verkürzt und das ist nicht ganz einfach für das junge Pferd denn das Arbeiten gehört definitiv zu einer der Prägungsphasen im Leben unserer Lieblinge.

Wir werden oft gefragt mit was beginne ich denn in der blaugelben Trainingswelt. Und dann gibt es eine ganz klar definierte Antwort mit der Equikinetic. Langsam vorsichtig erst mal 4 Minuten zweimal die Woche im Schritt und dann langsam steigern. Über die Zeitspanne kann man diskutieren ich empfehle immer sechs Monate bevor das erste Mal der Reiter oben sitzt. Allerdings kann man durchaus nach drei Monaten auch mit der EquiClassic-Work® oder dir longierten Dualaktivierung beginnen und diese ergänzend einzusetzen . Auf alle Fälle empfiehlt es sich, wenn sie das erste Mal den Sattel auflegen, sich professionelle Hilfe zu holen. Sie werden sehen, wenn ihr Pferd eine gute Muskulatur, Ballhaus und Koordination durch die sinnvolle Bodenarbeit bekommen hat. Wird das Reitergewicht und das geritten werden für das Pferd kein negatives prägendes Erlebnis.

Die Volten im Schritt und im Trab

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Das Kleeblatt ist die perfekte Figur, um Volten an der Hand zu üben. Auf beiden Händen und von beiden Seiten geführt. Pferde lernen zuzuhören und Euer Tempo zu gehen.

Gerade mit etwas „spritzigeren Pferden“ die perfekte Übung für Trabvolten,

aber auch etwas energiesparende Vertreter profitieren von den Übungen, da sie für die nötige Kraft sorgen. Natürlich beginnt Ihr die Volten im Schritt, bevor ihr in den Trab wechselt.

Ran an die Zügel und ans Pferd und los!

Das Zeitsystem beträgt 6 Einheiten á 3 Minuten mit jeweils einer Minute Pause.

Beginne die Volten im Kleeblatt im Schritt von der linken Seite auf der linken Hand geführt. Jeweils am Ende einer Gasse biegst Du mit dem Pferd nach links ab. Führe es wieder in den nächsten Eingang durch die Gassen ins Kleeblatt zurück. Gehe durch die zwei Gassen hindurch und leiten Sie die nächste Biegung ein, bis Du insgesamt 2 Volten geführt hast.

Wechsel in der Mitte des Kleeblatts und einem positionierten Hand- und Seitenwechsel die Führseite nach rechts und beginne auf der rechten Hand, von rechts geführt zwei Volten. Erneut folgt ein Seiten – und Handwechsel nach links, bis der Timer die Pause signalisiert.

➨ Du kannst ab der 2. Einheit in den Trab wechseln. Was hier gut geübt werden kann sind Übergänge. Du kannst bspws. die Gerade im Schritt machen, Ende der Gassen auf die Volten wieder antraben.

➨ Auch Halten und Rückwärtstreten kann man hier gut einbauen.

Tickets, Termine, Info Equiday und Equinight unter: www.michaelgeitner.de

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Die originale Trainerliste: http://www.pferde-ausbildung.de/trainerliste/

EquiClassic-Work®

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Die klasische Arbeit an der Hand, beginnt bei uns damit, dass sich das Pferd von A nach B führen lässt. Wir beginnen in dem Fall mit den Volten. Von beiden Seiten geführt, im Schritt und im Trab. Es ist ein Einsteigerübung am Kappzaum, die jedes Pferd können sollte. Bissal unspektakulär, einfach …die Basis eben. In der EquiClassic-work haben wir einfache Übungen mit Hife der Gassen,für jedermann-frau und divers, zum Nachmachen zusammengestellt.
Die klasische Arbeit an der Hand, beginnt bei uns damit, dass sich das Pferd von A nach B führen lässt. Wir beginnen in dem Fall mit den Volten. Von beiden Seiten geführt, im Schritt und im Trab. Es ist ein Einsteigerübung am Kappzaum, die jedes Pferd können sollte. Bissal unspektakulär, einfach …die Basis eben. In der EquiClassic-work haben wir einfache Übungen mit Hife der Gassen,für jedermann-frau und divers, zum Nachmachen zusammengestellt.
Unsere Trainer für die EquiClassic-Work findet Ihr auf der Trainerliste.

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Mach mich nackig – Das Pferd scheren oder nicht…

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Gerade jetzt im Winter sieht man in vielen Reitställen Pferde die geschoren sind. Die eine „Fraktion“ findet dies vollkommen unnötig, ja sogar teilweise, ich möchte es gar nicht ausdrücken, noch viel schlimmer. Zumal Pferdedecken im Ruf stehen sollen, auch den letzen Rest des stehenden Pferdefelles “funktionsuntüchtig” zu machen. Was auch noch zu bedenken wäre, dass das Winterfell Wachstum nicht nur durch Temperatur beeinflusst wird, sondern vor allem durch die Tageslichtlänge. In einigen Sportställen sind deshalb im Stall Tageslichtlampen installiert, um den Pferden den Sommer vorzugaukeln. Einen besseren Schutz gegen Kälte als das natürliche Fell, findet man kaum. Kann eine Decke wirklich Pferdefell ersetzen?
Auf der andere Seite sind die Pferde, die täglich geritten und trainiert werden. Man kann sich vorstellen, dass diese Pferde sich mit etwas weniger Fell wohler fühen, während des Trainings. Nicht zu vergessen, die alten Pferde. Da kann es durchaus passieren, dass die noch im vollen Pelz dastehen, während  warme Temperaturen längst Einzug gehalten haben und die jungen Kollegen schon im chicken Frühjahrsoutfit glänzen. Ein Königreich für eine Schermaschine!
 
Mal zu den Fakten: wie ihr in dem Video sehen könnt, isoliert nur ein bisschen Fell 10 °C. Es war auf einem Lehrgang vor ein paar Jahren (wo Winter noch Winter war) in der Oberpfalz. Der Ehemann einer Kursteilnehmerin hatte eine professionelle Wärmebildkamera bei und hat diese fantastischen Aufnahmen gemacht.
Ich war sehr fasziniert davon, welch gewaltiger Temperaturunterschied, zwischen den geschorenen und den Stellen mit Fell war. Aber natürlich muss man wie immer beide Seiten betrachten, zum Einen schützt das bisschen Fell vor Kälte und zum Anderen isoliert das Feld das Pferd. Es könnte beim Training ganz schön warm werden. Hier den Königsweg zu finden ist wie immer nicht ganz einfach.
 
Aber, wie mir Heike Kühn (Tierärztin) einmal gesagt hat und diesen Satz habe ich immer im Ohr.Ein Millimeter Fell ist so gut wie 1 cm gute Decke.

Euer Michael Geitner & Alexandra Schmid

Muskeln brauchen keinen Winterschlaf

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Es ist kalt, es ist dunkel, es ist nass und ungemütlich. Seelig die, welche eine Halle haben. Trotzdem hat keiner hat so richtig Lust etwas zu tun.

Das schlechte Gewissen plagt einen schon wieder, weil man weiß, dass das Pferd sowieso ein paar Muskeln gebrauchen könnte und etwas zu dick ist es auch. Der Frühling kommt bestimmt und da kommt ja wieder in die aktive Phase. Jetzt heißt es aber sich am Riemen zu reißen. Der Winterspeck bahnt sich an. Tut er das wirklich oder ist das Pferd den Sommer auch nicht so richtig in Form gewesen? Am meisten nehmen Pferd von Neujahr bis Weihnachten zu und nicht von Weihnachten bis Neujahr zu. Wir müssen das Pferd das ganze Jahr fit halten.

Viele gesundheitliche Probleme, die Pferde haben, resultieren aus der mangelnden Muskulatur. Das könnte vermieden werden. Muskulatur muss gearbeitet werden, damit sie sich aufbaut und erhalten bleibt. Use it or lose it, oder von Nix kommt Nix.

Übergewichtigt Pferde auf Diät setzen, dann baut es Fett ab? Reduziert man nur das Futter, greift der Körper auf einfach verfügbare Ressourcen zurück. Proteine. Die kommen leider aus der Musekelmasse. Muskeln brauchen viel Energie und da spart der schlaue Organismus nun mal als Erstes. Jetzt beginnt ein Teufelskreis. Unsere Pferde machen ja die ganze Woche mehr „Pause“ als Training. Wir müssen den Stoffwechsel des Pferdes also so kalibrieren, dass es auch in den Phasen, in denen es die meiste Zeit gechillt im Offenstall, Auslauf oder Bos steht, Fett verbrennt. Was verbraucht am meisten Energie? Muskelmasse. Die braucht auch im Ruhemodus Energie und diese holt sie sich aus den Fettpölsterchen.

Equikinetic fördert nicht nur den Muskelaufbau. Sehnen und Knochen etwa, brauchen Belastungsreize damit sie wachsen, das ist genau wie bei der Muskulatur. Kein Mensch braucht Angst zu haben, dass ein Pferd nach 3 Monaten Equikinetic zum Muskelmonster wird und die Sehnen nicht mehr hinterherkommen. Das ist Blödsinn.

Um die Muskelmasse zu stabilisieren und tragen zu können sind nach 3 Monaten weder Sehen noch Knochen zu schwach dafür, auch wenn diese länger brauchen um zu „wachsen“.

Die weit größere Gefahr geht von den Folgen mangelnder Muskulatur aus. Nicht nur um Stoffwechselkrankheiten zu vermeiden, sondern auch um das Reitergewicht und die Geländeausritte unbeschadet meistern zu können, ist eine gute Grundmuskelmasse wichtig.

Muskeln sollen nur in den Trainingspausen nach der Equikinetic geschont werden, damit sie wachsen können. Diese Pause dauert einen Tag. Haltet Eure Pferde gesund und fit. Damit tut ihr ihnen am besten etwas Gutes.

Equikinetic vor dem Einreiten???

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Oft hören wir …“ja aber, für junge Pferde ist so eine enge Wendung doch Gift.“
Ja, wenn die armen Youngsters mit 180 durch die Quadratvolte gescheucht werden, dadurch ihre Balance gar nicht erst finden, ihre Beine nicht sortieren können und noch schiefer werden, als sie eh schon sind. Aber meistens sehe ich solche Bilder eher auf einem großen Zirkel.
Richtig und behutsam aufgebaut ist die Equikinetic ein Segen vor dem Anreiten. Mit Jungpferden beginnt man ganz individuell. Da spielen am Anfang Stellung und Biegung noch gar keine Rolle. Wichtig ist, dass sie Vertrauen fassen und losgelassen werden. Wenn Sie Vertrauen in die Quadratvolte gefasst haben, beginnt man vorsichtig an Stellung und Biegung zu arbeiten. Und je nach Pferd, kann nach 2 Runden Schluss sein, andere meistern das schon ein höheres Pensum. Die Equikinetic verlangt den Pferden zudem hohe Konzentration ab und da es bei den „Kleinen“ in dieser Hinsicht manchmal noch gewaltig mangelt, sind kurze Einheiten die sichere Variante, das schützt vor Überforderung.
Die Quadratvolte gibt dem noch unausbalancierten Pferd die Form des Kreises vor und ihm fällt es leichter, sich darin zurechtzufinden, als auf einem 18m Zirkel auf dem sie ihrer natürlichen Schiefe hilflos ausgeliefert sind. Die Quadratvolte bietet den Pferden Sicherheit und mindert die Angst auf einer Kreislinie nicht fluchtfähig zu sein.Zudem wird mit dem Kappzaum longiert, anstatt ein Gebiss zu verwenden und dadurch unnötige Schmerzen und Widersetzlichkeiten vermieden.
Kurzum, die Jungpferde bekommen eine Laufhilfe, das heißt die Balken begrenzen die Pferde und helfen ihnen dabei richtig zu lasten. Die Vorhand wird auf die Kreislinie eingestellt, die Schulter wird begrenzt und das innere hintere Bein beginnt Last aufzunehmen. Die Pferde fliegen nicht aus der Kurve und lernen sich in dieser effektiv zu bewegen. Das vermittelt Sicherheit. Mit Equikinetic finden sie ihre Balance und sind dann auch in der Lage gut bemuskelt einen Reiter zu tragen. Zudem haben Remonten die mit der Equikinetic auf das Reiten vorbereitet werden, weniger Probleme sich auch auf der „steifen Seite“ zu bewegen, da diese von Anfang an mit gymnastiziert wurde.
Michael Geitner/ Alexandra Schmid
https://www.facebook.com/groups/1036383666389816/
Bild: Markus Eschbach

Bild könnte enthalten: eine oder mehrere Personen, Pferd und im Freien

Warum wollen wir einen freien Unterkiefer? Weil die Pferde dann kauen. Ist das so wichtig?

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Ein lockere Unterkiefer spielt hinsichtlich der Stellung und Biegung eine sehr große Rolle.
Ein zweigeteilter Muskel (M. digastricus ) verbindet den Kiefer des Pferdes mit den Proc. paracondylaris, das sind kleine Knochenfortsätze des Hinterhauptbeines, die sogenannten Knorren. An diesen Fortsätzen setzten auch Teile der kurzen Hals und Nackenmuskulatur an, die wiederum mit dem darauffolgenden Wirbel verbunden sind.
Hat das Pferd diesen Muskeln angespannt ist ein lockeres Genick, wie wir uns es wünschen würden, nicht möglich.
Verspannt das Pferd als den Kiefer oder hat zu wenig Kieferfreiheit, etwa durch Sperrriemen, sind diese Muskelketten nicht in der Lage zusammenzuarbeiten. Ein Teufelskreis beginnt, der durchs ganze Pferd läuft. Diese Knochenfortsätze des Hinterhauptbeines „verkannten“ übrigens im ersten Halswirbel, wenn der Kopf des Pferdes hinter die Senkrechte kommt. Zudem scheint das Gehirn über die Lage des Zungenbeins das Gleichgewicht zu berechnen, und ein festgestelltes Zungenbein könnte dieses beeinträchtigen.
Die Zungenbeinmuskulatur verläuft jedoch nicht nur in das Genick des Pferdes, sondern verbindet auch den Kiefer mit und Vorhand. Der Schulter – Zungenbeinmuskel, (M.omohyoideus), und er Brustbein –Zungenmuskel, (M.sternohydoideus). Sind diese Muskeln durch einen festgestellten Unterkiefer verspannt, setzt sich diese Verspannung auch noch über das Brustbein und die Vorderbeine des Pferdes weiter. Kauen lockert diese Muskulatur und entspannt Unterkiefer. Damit also die Muskelketten nicht verspannt werden und zusammenarbeiten können und das Pferd nicht aus der Balance kommt, was die Voraussetzung für Stellung und Biegung ist, ist es unabdingbar, dass das Pferd Kieferfreiheit besitzt und in der Lage zu kauen ist.
Michael Geitner und Alexandra Schmid
https://www.pferde-ausbildung.de/
Bild: Eliane Reichelt

Bild könnte enthalten: Pferd und im Freien

Am Anfang steht der Takt.

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Es ist nicht immer die Angst, die das Pferd vor irgendwelchen Gegenständen hat, die uns das Leben und eine stressfreie Zeit mit dem Pferd, unmöglich machen. Das kommt durchaus häufiger vor, als uns lieb ist. Oft liegt das Problem daran, dass das Pferd nicht gelernt hat, sich ordentlich zu bewegen.
Was das heißt? Nun, Pferde werden z.B. unsicher, wenn sie aus dem Takt und somit aus der Balance kommen und dabei sogar noch eine Kurve laufen sollen. Nicht umsonst stehen Takt und Losgelassenheit an der Ausbildungsskala an erster Stelle. Den Takt zu verlieren, besonders in Situationen, die Pferden fremd, oder sie ihnen körperlich nicht gewachsen sind, machen ihnen Angst.
Den Takt und das Gleichgewicht in einer Wendung zu behalten, macht Pferden anfangs manchmal große Schwierigkeiten.
Haben sie schon mal ein Pferd auf der Koppel, ordentlich in Stellung und Biegung, eine Volte absolvieren sehen … ganz selten. Sie üben es also nicht. Der Mensch muss es den Pferden lernen. Macht man hier jedoch Fehler beginnt entweder die Rennmauskarriere eines Pferdes oder sie werden zum stoischen Denkmal, das man auf dem Platz kaum vorwärts bekommt.
Taktverlust und Balanceschwierigkeiten werden oft mit wegrennen oder Schlurftempo quittiert.
Die mangelnde Ausbildung sich richtig auf Kurven und unterm Reiter bewegen zu können, wird zum Problem, da diese Muster sich aus der Misere zu ziehen besonders gut vom Pferd gelernt werden können.
Pferde müssen lernen ihre Balance zu halten, sich koordinieren zu können, auch mit manchmal etwas wackeligem Menschen oben drauf. Es hat halt nicht jeder Reiter den perfekten Sitz.
Wenn sich Vor- und Hinterhand nur vom Hörensagen kennen, und das Pferd nicht weiß, wie es sich mit Reiter um die Kurven bewegen soll, schafft das Unsicherheit und kann einen ganzen Rattenschwanz von Problemen nach sich ziehen. Oft versucht man diese nur symptomatisch zu korrigieren. Nur ein Pferd, das im Takt und in der Balance ist, kann die positiven Verhaltensweisen und korrekten Bewegungen, die wir uns so sehr von ihm wünschen, lernen.
Vertrauen in die eigenen körperlichen Fähigkeiten gewinnen, und durch die richtige Bemuskelung die Kraft haben, sich effektiv zu bewegen. Krankheiten werden vorgebeugt, wenn das Pferd lernt, sich unterm Reiter balanciert und koordiniert zu bewegen. Arthrosen und Lahmheiten können, wenn das Pferd gelernt hat, korrekt zu “laufen“, durch Fehlbelastung vermieden werden.
Ein gesunder Geist wohnt in einem gesunden Körper … wie beim Menschen! Ein gesunder Körper hilft psychische Probleme, zu vermeiden. Die Kraft und die nötige Muskulatur als Voraussetzung, um überhaupt einen Reiter tragen zu können, werden durch die richtige Ausbildung erst gebildet und müssen erhalten werden. Takt und Losgelassenheit sind nur der Anfang, aber da stehen sie nicht umsonst!
Michael Geitner/Alexandra Schmid
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Bild: Eliane Reichelt

Bild könnte enthalten: eine oder mehrere Personen, Pferd, Kind und im Freien

In einer Studie zum Verhalten aggressiver Pferde heißt es:

By Termine No Comments

„Die Gene, ein dünnes Nervenkostüm, Hormone und nicht zuletzt der Mensch haben großen Einfluss darauf, ob ein Pferd zum Rüpel wird oder nicht.“
Im Grunde genommen sind Pferde sehr gutmütige Tiere. Fehler im Umgang, bei der Ausbildung und Haltung können aus Pferde wenig umgängliche, aggressive Wesen machen. Wissen wir doch alle. Ein Herdentier 24 Stunden am Tag in die Box einsperren und sich dann Gedanken machen, wie man es eine Stunde bearbeiten kann, muss negative Auswirkungen auf das Tier haben. Ebenso Leistung abfordern, die das Pferd nicht bringen kann. Nein, nicht unbedingt ein S Parcours, es reicht manchmal das Reiten auf einem Zirkel. Wenn Pferde nicht gelernt haben, sich auf einer Kreislinie zu biegen, kann das schon zu Widerstand führen. Der Classico: Pferd stellt sich beim Longieren frontal zum Menschen und man bekommt es aus dieser Position heraus, fast nicht mehr bewegt.
Ebenso muss ein Pferd lernen sich führen zu lassen. Es sieht sich sonst leider in der Rolle diese Führung selbst zu übernehmen. Nach dem Motto: Bin ich zu schwierig, bist Du zu doof“.
Haben Pferde einmal Verhaltensmuster entwickelt und gefestigt, sind diese oft sehr schwer zu korrigieren. Sie sind nicht gesellschaftsfähig. Das müssen Pferde aber sein, sonst werden sie aussortiert oder zum Wanderpokal. Sie werden für ihre Umwelt zur Gefahr.
Position, Ausbildung Haltung. Wir stehen eben nun mal in der Pflicht und haben es in der Hand, wie ein Pferd sich in der menschlichen Welt verhält. Korrekturen sind immer schwierig. Sie brauchen Zeit, Wissen und Geduld. Wie tickt so ein Pferd, was braucht es und wie bekomme ich einen verlässlichen Partner?
Können wir alles lernen, es muss nur die Bereitschaft da sein es zu wollen und es dann auch zu tun.
Michael Geitner u. Alexandra Schmid
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Relax

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Losgelassenheit kommt in der Ausbildungsskala gleich nach dem Takt. Zweifellos eng miteinander verbunden. Losgelassenheit, bedeutet die Zwanglosigkeit der Psyche, sowie die Unverspanntheit der Muskelketten… wie schauts denn aus???? Über diesen Zustand „Losgelassenheit“ des Pferdes sollten alle man nachdenken. Ohne die ist es nämlich nicht möglich, ein Pferd zu gesund zu „arbeiten“. Oft will man viel zu schnell, viel zu viel. Losgelassenheit bedeutet für mich, dass ein Pferd in der Lage sein darf seelisch entspannt zu sein. Somit ist die Voraussetzung geschaffen, damit es zuhört und lernen kann. Körperliche Losgelassenheit bedeutet auch das harmonische Zusammenspiel der Muskelketten. Reißt ein Pferd den Kopf hoch, verspannt es sich irgendwo oder der Kopf wird mit rückwärtswirkenden Zügeln gehalten, ist das nicht möglich. Es wird kein Zusammenspiel der Muskelketten geben, und somit ist schon mal eine Anlehnung nicht möglich. Ein Pferd lernt, loszulassen und sich auf seinen Menschen einzulassen. Je öfters es dabei nicht behindert wird, desto schneller geht das dann auch. Auch das herunterbinden des Kopfes, fördert nicht unbedingt einen losgelassenen Zustand! Wie so oft: Es liegt an uns. Verspannt sich ein Pferd, weil es sich Sorgen macht, wird automatisch versucht die Fluchthaltung einzunehmen… Kopf hoch, Rücken weg, diese Haltung signalisiert dem Kopf wiederum Stress und Flucht. Das Pferd ist im Körper und im Kopf verspannt, kann weder zuhören, noch lernen oder sich gesund bewegen. Ein ewiger Kreislauf. Unser Job ist es dafür zu sorgen, dass sich das Pferd im Kopf, sowie muskulär entspannt, um gesund zu bleiben und um das erfüllen zu können, was wir uns von ihm wünschen.
Michael Geitner / Alexandra Schmid

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Wenn der Geduldsfaden reißt:

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Equiplace…gibt auch den Mensch mal Zeit zum Durchatmen

Erfahrungsgemäß sind nicht nur Pferde während einer Einheit in der Bahn manchmal aufgeregt, hibbelig, nervös, ängstlich oder auch unmotiviert. Nicht nur Pferde haben gelegentlich einen schlechten Tag, sondern auch wir. Der Equiplace gibt uns Zeit zum Durchatmen.

Wer kennt das nicht? Wir gehen, aus welchen Gründen auch immer, schon schlecht gelaunt zum Pferd, haben oft den Druck, dass es bewegt werden muss. Zu allem Übel sitzen wie auf Kommando auch noch die Bandenschwalben in der Halle und bewerten das Ganze fachmännisch, also machen wir sowieso alles falsch. Der Puls ist schon sehr hoch und die Gesichtsfarbe hat sich bereits ins rötliche verschoben. Unser Pferd merkt diese Anspannung natürlich. Pferde spüren sofort die positive oder auch wie in diesem Fall negative Energie, die ihre Menschen ausstrahlen. Und so wird unser Pferd nun, genau wie wir, ebenfalls sehr angespannt sein und deshalb erst recht nicht in unserem Sinne reagieren.

Negative Emotionen wie Angst, Ärger, Frust oder Ungeduld eskalieren nicht und lösen sich durch diesen geplanten „Break“ in der Regel schneller auf. Die kurzen Einheiten helfen Ihnen dabei, sich besser zu konzentrieren. Und nach der kleinen Pause haben Sie die Gelegenheit neu anzusetzen. Sie sollen keineswegs emotionslos ans Pferd gehen, denn wir sind alle nur normale Menschen, aber negative Gefühle schaden unserer Arbeit mit dem Pferd. Der Equiplace kann uns auch an solch einem schwierigen Tag helfen, positiv und gelassener zu reagieren.

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Jetzt die Zukunft - Gestalten!

Jetzt die Zukunft - Gestalten!

Die Corona-Krise lässt die Pferdewelt langsam wieder aus dem Würgegriff. Die Pferde und ihre Besitzer brauchen uns jetzt mehr denn je.

Die Geitner-Trainer. Komm ins Team, wir freuen uns auch Dich.

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