Termine Archives - Seite 3 von 8 - Michael Geitner - Be-Strict

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Liebe geht durch den Magen

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Viele Pferde leiden unter Magengeschwüren. Ursachen hierfür gibt es sicherlich viele. Leider bleiben sie oft unerkannt und das Pferd leidet stumm vor sich hin. Wie entstehen nun solche Magengeschwüre? Durch falsche Fütterung, Stress, Medikamente usw. Wie genau der Magen eines Pferdes funktioniert erklären wir Euch in unserem Artikel und unten haben wir einen Link von Thomas Kranz angehängt, der erklärt, wie es zu Magengeschwüren kommen kann.

Schaut man sich ein Pferd an verwundert es einen doch wie klein, im Verhältnis zur Körpergröße, der Magen ist. Mit gerade mal einem Fassungsvermögen von ca. 10-12l, ist er darauf angewiesen kleine Futtermengen aufzunehmen, um genügend Nährstoffe ins Pferd zu bringen. Daher erklären sich u.a. auch die ausgiebigen Fresszeiten, von 16-18 Stunden, wildlebender Pferde.
In der Maulhöhle wird von den Backenzähnen das aufgenommene Futter zunächst zermahlen, zerkleinert und ausgequetscht.
Während des Kauens wird Speichel produziert. Den Löwenanteil an der Speichelproduktion übernimmt die Ohrspeicheldrüse. Sie produziert während des Kauvorganges pro kg Raufutter 3-5 kg Speichel bei Kraftfutter 1-1.5 kg Speichel. Die täglich produzierte Gesamtmenge an Speichel eines Großpferdes beträgt ca. 40l. Das hat seinen guten Grund.
Speichel besitzt keine Enzyme, die das Futter schon vorverdauen könnten, aber wichtige Salze (Bikarbonate), welche für die Pufferung also Neutralisierung von Säuren benötigt werden.
Der Speisebrei gelangt durch die Speiseröhre zum Mageneingang. Dort gelangt er stoßweise, in kleinen Portionen (durch einen Schließmuskel, der sich nur von oben nach unten “öffnet”) in den Magen. Zunächst in den drüsenlosen Teil. In diesem Teil des Magens wird noch keine Magensäure (Salzsäure), ebenso kein Eiweiß spaltendes Pepsin produziert.
Hier beginnt eine enzymatische, mikrobielle Aufspaltung von leicht zugänglichen Kohlenhydraten. Dadurch entsteht als Abfallprodukt u.a. Milchsäure.
Um diese zu neutralisieren, wird jetzt der Speichel mit seinen Salzen benötigt. Der drüsenlose Teil wird von einer “Linie” der “Margo plicatus” vom Säure produzierenden Teil des Pferdemagens getrennt.
Der, jetzt mit Speichel gut durchtränkte und leicht vorverdaute, Futterbrei gelangt nun in den säurehaltigen Teil des Magens. Hier wird er nach und nach mit Magensaft, der ständig produziert wird, auch ohne Futteraufnahme, getränkt. Der pH-Wert sinkt und die mikrobielle Tätigkeit wird eingestellt. Das heißt, auch schädliche Mikroorganismen werden durch den niedrigen pH-Wert abgetötet. Bei reiner Heufütterung liegt der pH-Wert am Ende des Magens bei ca. 2.6 bei Kraftfutter dagegen bei einem pH-Wert von bis zu 5. (Da überlebt so Einiges was nicht überleben sollte!) Pepsin sorgt für die Eisweißaufspaltung. Danach gelangt der Futterbrei stoßweise proportioniert durch den Pförtner in den Dünndarm.
Das ausreichende Durchtränken mit Magensaft ist für eine gesunde Verdauung äußerst wichtig. Aufgrund Stressfaktoren (z.B. übermäßiger psychischer und körperlicher Belastung) unmittelbar nach der Futteraufnahme, kann es zu einer geringeren Produktion von Magensaft kommen und der Futterbrei nicht richtig durchtränkt werden. Eine Kolik könnte eine mögliche Folge davon sein, da die es zu Fehlgärungen und Bildung von Milchsäure kommt, die dann an den Dünndarm weitergegeben werden.
Artgerechte Fütterung, d.h. ausreichend und rohfaserreiches, hochwertiges Pferdeheu, sowie eine vernünftige Menge an Kraftfutter (falls denn nötig), sind schon eine gute Grundlage, dass es dem Magen gut geht.
Liebe geht eben doch durch den Magen!
Artikel von Thomas Kranz, der es nachvollziehbar erklärt hat. :
#https://www.natural-horse-care.com/…/magengeschwuer-magenp…/
Michael Geitner, Alexandra Schmid

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EQUIKINETIC eine kurze Zusammenfassung

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Um ein Pferd gesund zu erhalten braucht es eine gleichmäßige Muskulatur, welche in der Lage ist einen Reiter zu tragen. Equikinetic fördern Sie das Freizeitpferd, helfen Ihrem Pferd in der Rehaphase wieder Muskulatur aufzubauen und pushen den Turniercrack. Equikinetic ermöglicht Ihnen durch den Aufbau der Muskulatur, Ihr Pferd gesund zu erhalten, die Rittigkeit zu verbessern und die ungeteilte Aufmerksamkeit ihres Pferdes zu bekommen. Equikinetic ist ein intensives, hocheffizientes und reitweiseübergreifendes Training, das von jedem anwendbar ist.
Pferde werden in einer exakten Quadratvolte, in Dauerinnenstellung und Biegung, im Zeitintervalltraining und regelmäßigen häufigen Handwechseln gearbeitet.

Die Quadratvolte bietet dem Pferd einen vorgegebenen Weg. Das ermöglicht dem Pferd eine korrekte Laufanatomie und es wird dadurch geradegerichtet.
Die blau/gelben Schaumstoffbalken der Quadratvolte bieten dem Pferd einen Rahmen, in dem es sich schnell zurechtfindet. Es kompensiert seine natürliche Schiefe nicht mehr durch das Ausscheren der Hinterhand, indem es auf die innere Schulter fällt oder sich schräg in die Kurve legt, um auf dem engen Kreis zu laufen. Um „gerade“ um die Kurve zu kommen, muss die Last auf das innere Hinterbein gelegt werden und die Vorhand mit der korrekten Stellung auf die Kreislinie eingestellt sein. Das innere Hinterbein beugt sich und die Hüfte rotiert etwas nach innen, das erfordert wiederum einen vermehrten Kraftaufwand und aktiviert die Hinterhand.

Wichtig dabei ist allerdings ein angepasstes Tempo. Zudem fühlen sich die Pferde in diesem Rahmen sicher. Es gibt nichts Schlimmeres für ein Pferd, als das Gefühl zu haben, hinzufallen und nicht flüchten zu können. Durch die Equikinetic erlangen die Pferde mehr Balance, um auf einer Kreislinie laufen zu können und bleiben fluchtfähig.
Sie werden somit selbstsicherer und ausgeglichener. Ein Problempferd sollte man erst dann beurteilen, wenn es „laufen“ gelernt hat. Laufen lernen heißt für ein Pferd, auf gebogener Linie das Gleichweicht halten zu können.

Fällt das einem Pferd schwer und muss es eventuell einen unausbalancierten Reiter kompensieren, kann es durchaus auch zu Verhaltensauffälligkeiten kommen.
Das Pferd will sich aus dieser Lage befreien. Von “zu langsam werden“ oder Durchgehen bis Buckeln reicht das Spektrum weit, denn irgendwie versucht sich das Pferd zu helfen.
Jedes Pferd hat eine gute und eine schlechte Seite.
Häufig, sind wir mal ehrlich, arbeiten wir vermehrt die gute Seite des Pferdes. Es ist schlichtweg einfacher und es fällt uns häufig nicht einmal auf. Unser Zeitgefühl täuscht uns da oftmals erheblich.

Die stetigen, regelmäßig abwechselnden Handwechsel in der Equikinetic, arbeiten das Pferd auf beiden Seiten gleichmäßig durch. Das Pferd wird in Dauerinnenstellung und Biegung in der Quadratvolte geradegerichtet, ausbalanciert und lernt korrekt zu laufen.

Faszien sind das Bindegewebe welches die Muskulatur umhüllt. Werden sie nicht in die Richtung gearbeitet in der sie gebraucht werden, verfilzen sie regelrecht und werden starr. Die darunterliegende Muskulatur ist nur schlecht in der Lage sich zu entfalten und zu wachsen. Durch die Biegung, was eine korrekte Stellung voraussetzt, werden diese Faszien gedehnt, in die richtige Position gezogen und dem Muskel wird erlaubt zu wachsen.
Durch die außergewöhnliche Anstrengung, wird die Muskulatur veranlasst sich zu entwickeln und stärker zu werden. Wir setzten mit der Arbeit in der Equikinetic Wachstumsreize, in dem wir von der Muskulatur ungewohnte Arbeit verlangen und diese permanent reizen. Nur so wächst ein Muskel. Und wir müssen der Muskulatur Zeit lassen, damit sie sich erholen, wachsen und sich auf die nächste Belastung besser vorbereiten kann. Durch ungewohnte Beanspruchung entstehen kleine Muskelfaserrisse. Der Organismus braucht ca. 48 Stunden Zeit um diese zu „reparieren“. Um sich vor diesen Verletzungen zu schützen, bereitet sich der Muskel auf eine erneute Belastung vor und wächst. Das Pferd im Intervalltraining zu arbeiten, verstärkt diese Reize. Zudem hat es einen ausdauersteigenden Effekt und das Pferd bekommt eine bessere Grundkondition.

Hinzu kommt, als kleiner Nebeneffekt sozusagen, dass der Mensch von sich, sowie vom Pferd maximale Konzentration abverlangen muss. Einen guten Pferdemenschen zeichnet u.a. aus, dass er wenn er mit dem Pferd arbeitet, beim Pferd ist.
Wir sind nicht im Gespräch mit der Bande oder im Kopf im Büro, sondern konzentrieren uns auf die Kommunikation mit unserem Pferd.
Zudem beziehen wir am begleitenden Longieren Position. Wer bewegt wen? Die Grundstrukturen einer Pferdehierarchie. Der der bewegt der führt. Sich bewegen zu lassen, heißt für ein Pferd aber nicht unbedingt sich zu unterwerfen, sondern in die Führungsqualitäten eines anderen Lebewesens zu vertrauen und sich somit keinen Kopf machen zu müssen, jederzeit gefressen zu werden.
Equikinetic kann von allen angewandt werden und bringt jedem Pferd Vorteile. Sei es nun das Jungpferd, welches noch zu wenig Muskulatur besitzt und durch die Equikinetic auf das Reiten vorbereitet werden soll, oder das Rehapferd, welches dringend Muskulatur benötigt, um vollständig genesen zu können. Dem Sportpferd welches fit gehalten werden soll, oder Fahrpferde, um genügend Kraft zu bekommen eine Kutsche zu ziehen. Einen großen Einsatzbereich findet die Equikinetic beim allgemeinen „Freizeitpferd“.

Das benötigen Sie für die Equikinetic:
8 Dualgassen ( oder 4 Dualgassen und 12 Pylonen )
einen Kappzaum und eine kurze Longe
eine Touchier, -oder Bogenpeitsche,
Intervalltimer, gibt es von Gymboss oder zB. als App auf dem Smartphone

Legen Sie eine Quadratvolte die den Durchmesser von Hufschlag zu Hufschlag 8 m beträgt. Zum Aufbau stellt man eine Pylone in die Mitte und legt die Gassen als Kreuz um die Pylone. Am Ende jeder Dual-Gasse legt man ein Balken quer. Nun nimmt man den jeweiligen Schaumstoffbalken aus dem Kreuz und legt im Abstand von 80cm bis 1.50m parallel zu dem Balken, den man quer gelegt hat.
Die Position während des Führens ist auf der Schulterhöhe des Pferdes. Die Beine des Menschen sind auf der Höhe der Vorderbeine der Pferde und der Körper ist dem Pferd zugewandt.
Im Schritt ist man relativ nah am Pferd, im Trab erweitert man den Abstand zum Pferd. Der Abstand hängt auch etwas individuell vom Pferd ab.Longiert man linke Hand, führt die linke Hand die Longe und die rechte hält den Longenrest, sowie die Touchiergerte.

Durch die Körperhaltung kann das Tempo welches das Pferd gehen soll, beeinflusst werden. Immer gilt jedoch Takt vor Tempo. Das heißt longiert wird Anfangs so schnell, wie das Pferd in dem jeweiligen Tempo noch die Balance halten kann. Hier gilt der Grundsatz: Funktion vor Form.

Begonnen wird im Schritt. Der sollte fleißig, allerdings nicht übereilt sein. Wie viele Einheiten im Schritt gearbeitet werden und wann man in den Trab wechselt, hängt vom Pferd ab. Im Schritt wird ebenso Muskulatur aufgebaut wie im Trab. Gerade bei Pferden die sich in einer „Rehamaßnahme“ befinden, hat sich der Schritt als gewählte Gangart, bestens bewährt.
Im Trab darf Anfangs durchaus „unter Tempi“ gearbeitet werden, damit das Pferd die Balance halten kann. Ein zu hohes Tempo möchte das Pferd ausgleichen und gerät regelrecht in Schieflage, wird nicht geradegerichtet und belastet unnötig die Gelenke.

Es wird in Dauerinnenstellung und Biegung, im Intervalltraining das heißt, abwechselnd zwischen Pausen und Arbeitsphasen, longiert.
Die minimale Stellung die ein Pferd haben muss, ist dass das äußere Auge auf Höhe des äußeren Buggelenkes, bei der maximalen Stellung das äußere Auge auf Höhe inneren Buggelenks ist.

Tipp:
Viele Pferde haben Anfangs Probleme sich zu stellen. Haben Sie Geduld und achten Sie darauf, dass Ihr Pferd losgelassen läuft. Wehrt sich das Pferd und möchte sich nicht stellen lassen, arbeiten Sie mit Impulsen. Lassen Sie sich nicht auf ein Tauziehen mit Ihrem Pferd ein. Durch feine, leichte Impulse mit weicher Hand, wird Dauerzug vermieden und Ihr Pferd gibt schneller nach.

Das Programm startet mit 8 Mal einer Runde Arbeitsphase die jeweils eine Minute dauert. Anfangs werden 60 Sekunden auf einer Hand longiert, danach folgt eine Pause von 30-45 Sekunden. In dieser Pause, soll das Pferd im Schritt ohne Stellung und Biegung laufen, oder außerhalb der Quadratvolte abgestellt werden. Nach der Pause wechseln Sie die Hand beginnen die nächste Arbeitsphase.
Gesteigert wird es bis zu 16 Arbeitseinheiten mit jeweils 1,5 Minuten. In welcher Zeit man in die nächste Stufen wechselt hängt individuell vom Pferd ab.
Equikinetic ist anstrengender als es sich anhört. Die ständige Konzentration und unter Spannung die Muskulatur zu arbeiten, fordert das Pferd ungemein. Bei vermehrten Anzeichen der Überforderung sollte man die Einheit beenden.

Einige Anzeichen der Überforderung:
Ihr Pferd verwirft sich
„läuft mit der Nase im Sand“
Stolpert ständig
Verliert Hinterhandaktivität
Es wird schwierig Ihr durch in den Gassen zu longieren, (läuft außen oder innen an den Gassen vorbei)
Wird gegen Ende zu schnell

Am erfolgreichsten hat sich ein 12 Wochenprogramm bewährt. Eine Aufbauphase die dem Pferd verhilft genügend Muskulatur zu entwickeln und dabei ohne, dass der Reiter draufsitzt „rittiger“ zu werden. 3 Mal die Woche Equikinetic mit jeweils 48 h Pause ist der ideale Weg die Tragemuskulatur soweit fit zu bekommen, damit es einen Reiter problemlos tragen kann.

Tipp Kappzaum:
Der Kappzaum:
Ein gut sitzender Kappzaum ist eine Grundvoraussetzung, um bei der Equikinetic nicht nur das Pferdemaul zu schonen, sondern auch eine optimale Stellung im Genick zu erreichen. Ein Kappzaum rutscht nicht. Korrekt sitzt er, wenn der Backenriemen nicht ins Augen rutschen kann und die Auflage auf dem Nasenbein nicht zu tief sitzt, die Nasentrompete ist frei. Dazu sollte die Auflage weich gepolstert sein, um den empfindlichen Nasenrücken zu schonen. Auch die Regel des „Zweifingerbreit“ unter dem Jochbein findet beim Kappzaum Anwendung. Der Genickriemen sollte ebenfalls weich abgepolstert sein, um unangenehmen Druck auf das Genick zu verhindern.

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Die originale Trainerliste: https://www.pferde-ausbildung.de/trainerliste/
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Keep it simple..

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Eine einfache, aber effektive Übung , um die Balance und die Koordination Eures Pferdes zu fördern. Legt die Dual-Gassen nicht in gleichmäßigen, sondern in verschiedenen Abständen. Das fördert zusätzlich die Konzentration, Vor-und Hinterhandkoordiantion. Nach jedem Überqueren der Gassen reitet ihr im Wechsel, eine Volte rechts, dann eine Volte links. Nicht mehr als vier Volten auf jeder Seite. Über den Gassen gebt ihr den Zügel deutlich nach, sodass das Pferd “selbständig” seine Beine sortieren muss. Die Pylonen, mit denen Ihr die Volten begrenzt, sorgen für Gleichmäßigkeit. Geritten wird die Übung im Schritt, sowie im Trab.
Natürlich ist das auch eine klasse Übung für das Longe-Walking, also mit der Doppellonge.

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Concentración, por favor !

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Eigentlich ist es ja so klar wie Kloßbrühe.
Das A und O währen der Arbeit mit dem Pferd ist es, dass es aufmerksam zuhört und sich auf den Menschen und die Arbeit konzentriert. Hat es seinen Kopf woanders, ist lernen und zuhören schwierig. Konzentration und Aufmerksamkeit sind die Grundlagen des Lernens. Ein Pferd aufmerksam zu bekommen, ist gar nicht immer so einfach. Da kommt ein anderes Pferd in die Halle, ein Trecker fährt vorbei, das Pferd ist alleine… irgendeinen Grund gibt es immer nicht zuzuhören. Hört das Pferd aber nicht zu, kann es das von ihm Verlangte, auch nicht richtig verarbeiten und abspeichern. Ein Pferd dazu zu bekommen zuzuhören, ist allerdings nicht immer ganz einfach. Von manchem Menschen, wird da doch viel abverlangt. Büroalltag aus dem Kopf streichen, Handy weg, die Gespräche mit der Bande einstellen, nicht gucken wie jemand anders mit dem Pferd die Lektion in den Sand setzt. Möchte man ein aufmerksames Pferd, muss man sein Pferd die ganze Zeit im Blick haben. Schaut es etwa während der Equikinetic schon eine halbe Runde lang zum Hallentor, hat der Mensch definitiv gepennt. Ein aufmerksames Pferd, fordert einen aufmerksamen Menschen. Das nennt man dann auch Kommunikation, nur dann kann man gemeinsam arbeiten. Konzentration ist sehr anstrengend. Ein Pferd über eine dreiviertel Stunde optimal aufmerksam zu halten, ist fast schon unmöglich. Wir arbeiten in relativ kurzen Intervallen und haben Pausen integriert, was sich bewährt hat. Ein guter Indikator übrigens, sind die Ohren des Pferdes, dort wo die hinzeigen, liegt der Focus. Bei der Equikinetic etwa, sollte das innere Ohr immer bei Euch sein. Während des Reitens in der Dual-Aktivierung, wechselt das Ohrenspiel oft zwischen den Gassen und dem Reiter. Wenn die Ohren zu den Pferden auf der Nachbarkoppel zeigen, sind die definitiv interessanter, spätestens dann kommt ein „Pass auf“. Ein aufmerksames Pferd, setzt also einen aufmerksamen Menschen voraus.
Michael Geitner u. Alexandra Schmid
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Nachts sind alle Katzen grau.

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Wieso sehen Pferde nachts besser als wir und wenig Farbe?
Das erklärt sich aus der Anatomie der Augen und aus der Evolutionsgeschichte. Wie sehen Pferde denn dann? An der University of Wisconsin hat man festgestellt und untersucht, dass Pferde Dichromaten, sind und die Farben Blau und Gelb, am besten gesehen werden. Und den Rest? Wahrscheinlich in Grautönen.
Generelles Farbsehen ist für ein Pferd nicht unbedingt wichtig, es erklärt sich aus der Entstehung des Pferdes, warum diese die Welt, nicht wie wir, in Farbe sehen.
Farbsehen, geht auf Kosten des Formensehens. Der Umriss eines perfekt, farblich getarnten Jägers, kann so schneller erkannt werden.
Die Jäger sehen wahrscheinlich ähnlich wie die Pferde. Selbst das Militär nutzt schwarz-weiß Bilder zur Aufklärung, obwohl die Farbbilder brillant sein dürften, aber ein getarnter Panzer, ist so besser zu erkennen.
Warum jetzt gerade blau und gelb weiß noch keiner so ganz genau und wir verlassen uns mal auf die Studien von Dr. Joseph Carroll, sowie die ganze Fachwelt auch.
Pferde sehen auch nachts, wesentlich besser als wir.
Sie haben da einen Trick, und einen eingebauten Restlichtverstärker in den Augen.
Das Tapetum Lucidum. Es ist bedeutsam für das Dämmerung – und Nachtsehen.
Es nutzt das einfallende Restlicht und „verstärkt“ es. So kann das Pferd auch bei Dämmerung und Nacht besser sehen. Es ist eine hinter den lichtempfindlichen Strukturen, in der Aderhaut, gelegene Schicht, die aus Guaninkristallen gebildet wird.
Das Licht, welches auf die Lichtrezeptoren der Netzhaut fällt, wird vom T.L. reflektiert und erregt dieselben Rezeptoren erneut. Die Effektivität der beleuchteten Retinapartien wird erhöht.

Man kennt die reflektieren Augen, wenn man nachts die Pferde mit einer Taschenlampe oder Autoscheinwerfer anblendet.
Pferde sind dadurch auch etwas lichtempfindlicher als Menschen.
Reflektierende Gegenstände etwa, nimmt das Pferd noch stärker wahr als der Mensch.

Allerdings wird auch bei Nacht das Farbsehen gemindert, also auch blau und gelb verschwinden. Wir sehen, je dunkler es wird, übrigens auch keine Farben mehr, dafür können wir die Formen noch erkennen.

Michael Geitner und Alexandra Schmid

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Einige Argumente warum idealerweise der Kopf vor die Senkrechte und nicht auf die Brust gezogen gehört.

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1. Am Hinterhauptbein befinden sich kleine Knochenauswüchse, die Knorren. Wird dem Pferd die Nase auf die Brust gezogen stellt sich das Hinterhauptbein mit den Knorren auf. Der erste Halswirbel wird blockiert und somit wird das Stellen schwierig.
2. Die Ohrspeicheldrüse kann gequetscht werden. Gerade im Frühjahr und Herbst, wenn die Ohrspeicheldrüse angeschwollen sein kann, oder bei Pferden mit sehr wenig Ganaschenfreiheit dürfte das sehr schmerzhaft sein.
3. Der Ganaschenwinkel sollte offen sein: Bei zu eng eingestellten Pferden wird der Kehlkopf gequetscht, zudem bekommen die Pferde weniger Luft zum Atmen.
4. Der Oberhals trägt dazu den Reiter zu tragen, bei verspannter Muskulatur, ist er dazu nicht mehr fähig.
5. Die unteren Halsmuskeln sollten locker und nicht verspannt sein, da diese wiederum den Mechanismus im Genick beeinflussen.
Michael Geitner und Alexandra Schmid

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In Zeitintervallen trainieren

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Regelmäßig Pausen zumachen, während wir uns anstrengen, steigert unsere Leistung. Wir haben ein natürliches Gefühl dafür, wenn es nach einer Anstrengung Zeit wird Pause zu machen. Die Entscheidung zu treffen, um nach einer Anstrengung eine Pause einzulegen, um dann wieder weiterzumachen, ist kleine Region im Gehirn verantwortlich, die Inselrinde. Das ist bei Pferden nicht anders als, bei uns. Je größer die Anstrengung, desto schneller wird die Inselrinde aktiv und sendet das Signal…“mach mal langsam“.
Reiten wir etwa in der Dual-Aktivierung und das Pferd bekommt signalisiert, es wäre jetzt gut eine Pause einzulegen, da das enorm anstrengend sein kann. Wenn wir das nicht merken, wird das Pferd überfordert.
Wird das Pferd überfordert, verliert es jegliche Motivation weiterzumachen. Sein Kopf schreit geradezu nach einer Pause. Nur leider ist oft das Gespür des Reiters dafür nicht geeicht und wir haben keine Direktverbindung zu der Inselrinde des Pferdes. Wir merken es zu häufig nicht, wenn es Zeit ist seinem Pferd eine Verschnaufpause zu gönnen.
Um dem Vorzubeugen und die Leistung des Pferdes zu steigern, arbeiten wir in jeglichen Programmen mit einem Zeitsystem. Das ist Anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, hat aber noch viel mehr Vorteile. Das Pferd nicht zu überfordern und die Leistung zu steigern, sind aber schon mal zwei gute Gründe, regelmäßige Pausen während des Trainings einzubauen.
Michael Geitner und Alexandra Schmid

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Blinde Pferde und Dual-Aktivierung oder Equikinetic?

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Immer wieder wird die Frage gestellt, ob es Sinn macht, mit halbblinden oder blinden Pferden Dual-Aktivierung oder Equikinetic zu machen.
Aus der Praxis wissen wir, dass das kein Problem ist. Die Pferde sehen zwar den Weg und somit auch die blau gelben Gassen nicht, allerdings wird ihre Aufmerksamkeit, auch nicht durch irgendetwas, dass sie sehen abgelenkt. Die Übungen können ihre geraderichtende und ausbalancierende Wirkung trotzdem Genüge tun.
Wie phantastisch und plastisch das Gehirn reagiert, zeigt eine Studie die an sehenden und blinden Menschen gemacht wurde.
Mittels Schnalzgeräuschen, die in einem Raum aufgenommen wurden, mussten Probanden die Größe des Raums abschätzen. Der Raum wurde in den Computer gescannt und diesen virtuellen Raum der optisch kleiner oder größer gemacht wurde, konnten alle Probanden richtig einschätzen. Bei sehenden Menschen wirken dabei interessanterweise anderer Hirnregionen, als bei blinden Menschen. So wurde beispielsweise der visuelle Cortex bei blinden Menschen aktiv, also der Bereich, der normalerweise dem Sehen dient. Das Gehörte wird also in das Areal umgeleitet, welches für das Sehen verantwortlich ist.
Pferde machen keine Schnalzgeräusche, aber wir konnten beobachten, wie sich komplett blinde Pferde, auch mittels Atmung den Weg „sichtbar“ machten. Zudem haben sie noch andere Sinne die sie einsetzen, etwa merken sie sich, wenn sie an eine Gasse stoßen, da besonders aufzupassen.
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Der Link zur Studie: http://www.uni-muenchen.de/…/…/2017/wiegrebe_echoortung.html

Dauerstress schadet …auch dem Lernen

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„Dauerboxenhaltung“, fehlender Sozialkontakt und fragwürdige Trainingsmethoden. Nicht nur, dass Pferde unter solchen Situationen leiden müssen, auch die Lernfähigkeit wird drastisch vermindert. Dauerstress bedeutet für ein Pferd einer Situation über längere Zeit hilflos ausgesetzt zu sein. Diese dann nicht beeinflussen zu können, kann in gelernter Hilflosigkeit enden und auch körperliche negative Folgen, wie etwa Magengeschwüre, sind keine Seltenheit. Auch Überforderung kann zuviel Streß bedeuten.
Stresshormone wirken sich auf Dauer ungünstig aufs Lernen aus. Bei permanentem Stress wird ein Bereich im Gehirn, der Hippocampus, der äußerst wichtig ist, um zu lernen und das Gelernte zu behalten, geschädigt. Dafür sind die Stresshormone verantwortlich, die den Hippocampus permanent „belagern“. Wer sein Pferd im Training oder haltungsbedingt unter Dauerstress setzt, wird weit weniger Erfolg haben, seinem Pferd etwas beizubringen.
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EMS Equines metabolische Syndrom – Die Pferdevolkskrankheit !

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Bei EMS hilft nur den Stoffwechsel einzustellen. Muskelaufbau, statt alleinige Futterreduzierung.
Equikinetic, ist wie das Beispiel der netten Norweger Stute zeigt, ein effizientes Mittel gegen diese heimtückische Krankheit.

Durch den effizienteren Muskelaufbau in der Equikinetic ist es möglich das Pferd schonend, da Equikinetic ihre Wirkung schon im Schritt entfaltet, zu trainieren. Die wirksamste Therapie bei dem Equinen Metabolischen Syndrom ist es, das Fett abzubauen und Muskulatur aufzubauen. Equikinetic kann ein sehr wirksames Instrument sein, um Ihrem Pferd zu helfen.
Um Pferde vor dieser Krankheit zu schützen ist es besonders wichtig vorzubeugen. Sorgen Sie für ausreichenden Muskelaufbau bei Ihrem Vierbeiner. Damit gewährleisten Sie, dass die Energie, die es aufnimmt, am effektivsten verbrannt wird. Lassen Sie die Fettdepots erst gar nicht entstehen, damit Ihr Pferd nicht in diesen Teufelskreis gerät.

Das Equine Metabolische Syndrom ist eine Krankheit, die durch Überfettung entsteht.

Der Organismus wird insulinresistent und baut dadurch immer neues Fett auf.

Hufrehe wird durch einen zu hohen Insulin- und Glucosespiegel gefördert.

Es gibt derzeit keine medikamentelle Therapie gegen EMS.

Bewegung und Muskelaufbau sind überlebenswichtig für Pferde mit EMS!

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Bild: MFGen,: FB- Dat Lienchen, Mitglied unserer Equikineticgruppe

Losgelassenheit im Kopf

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Pferde verspannen sich bei Angst und Aufregung.
Das heißt Pferde verspannen sich, wenn sie sich Sorgen machen, oder auch etwas sehr Spannendes beobachten müssen, etwa der Traktor der zum 10. Mal um die Halle fährt, beim Hengst, die Stute die auf der Koppel steht, der Hund, der bellt usw. Auch Konzentration hat maßgeblich Einfluss auf die Losgelassenheit. Darum ist es für die Losgelassenheit auch wichtig, die Aufmerksamkeit des Pferdes bei sich zu haben.
Es gibt viele Gründe warum sich ein Pferd verspannt und nicht loslässt. Verspannungen der Muskulatur, zu wenig Kraft und vieles mehr. Psyche und Körper kann man eigentlich nicht trennen. Das Eine, hat immer Auswirkungen auf das Andere.
Etwa auch die Angst, etwas körperlich nicht leisten zu können. Eine Kraftanstrengung die das Pferd nicht schafft. Es merkt seine Kräfte schwinden und weiß, dass es ab diesem Punkt weh tut. Diese Angst kann Mensch und Pferd, bei jedem Training im Wege stehen. Ihr Pferd ist noch nicht in der Lage, sich etwa in einer Volte zu stellen und zu biegen, da Muskulatur und Kraft noch fehlen, wird es anstrengend. Das Pferd verspannt sich und hat durch diese Verspannungen Schmerzen. Sie machen gnadenlos weiter, weil, es muss ja gelernt werden. Die Dosis macht das Gift. Bei nächstem Training wird sich das Pferd aus Angst davor, vielleicht schon verspannen und sich dagegen wehren, obwohl es noch gar nicht überfordert wird. Das können heftige Reaktionen sein oder eine Dienstverweigerung. Mit Recht. Nur, wir müssen es eben erkennen um dem Abhilfe schaffen zu können.

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Nicht ziehen!!!

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Man kommt ja nicht umhin, sich gewisse Szenen auf Reitplätzen und Hallen immer wieder anzuschauen. Da wird gezogen was das Zeug hält. An der Longe und an den Zügeln. Es wird ein Tauziehen mit dem Pferd veranstaltet, gekämpft und gezerrt. Zudem weiß ich es aus eigener Erfahrung. Jeder der schon mal ein unkooperatives Pferd an der Hand hatte, weiß das: Druck erzeugt Gegendruck. Wir brauchen auch nicht um den heißen Brei herumzureden, es gibt Situationen in denen man dagegenhalten, den Druck aufrechterhalten oder auch die Notbremse ziehen muss.
Aber selbst wenn man sich diese Situationen vor Augen hält, etwas ganz harmloses, das Pferd bekommt die Nase nicht aus dem Gras, kommen wir auf einen Nenner. Das Pferd hört nicht zu. Das ist meistens der Grund und haben wir den beseitigt, brauchen wir nicht ziehen. Warum Pferde nicht zuhören und nicht losgelassen sind, hat ganz verschiedene Gründe. Verlassen wir mal das Wiesengrün und gehen in die Arbeit. Die Pferde sind überfordert und verstehen die Hilfen nicht.
Als Beispiel die Equikinetic. Viele Pferde haben zu wenig Balance und um das auszugleichen, werden sie oft zu schnell. Man versucht dieses Pferd mittels Zug auf der Kreislinie zu halten. Nun zieht das Pferd dagegen. Hat man Glück und es nicht lernt, dass es nur genügend Kraft einzusetzen braucht, bleibt es zu mindestens da. Hier findet ebenfalls Muskelaufbau statt, allerdings für die eigenen Oberarme und nicht für die Pferdemuskulatur. Beim Reiten ist das nichts Anderes, man könnte ganze Romane schreiben.
Noch nicht oder falsch ausgebildet. Eine Möglichkeit wäre, um das Pferd auf der Kreislinie zu halten, so lange ziehen, bis das Pferd nachgibt. Dazu könnten wir einen noch schärferen Kappzaum oder beim Reiten ein Gebiss verwenden, dass noch effizienter auf das empfindliche Maul einwirkt. Mit pferdegerechter Ausbildung, hat das allerdings nichts mehr zu tun.
Die bessere Alternative ist es, in einem angemessenen Tempo zu arbeiten, damit das Pferd die Balance halten kann und es nicht zu überfordern, so dass es noch zuhören kann. Erst dann kommen wir mit unseren Hilfen durch.
Wichtig ist es keinen Dauerzug aufzubauen, sondern mit Impulsen zu arbeiten. Auch hier wie beim Reiten, soll das Pferd die annehmenden und nachgebenden Hilfen verstehen lernen. Mit Impulsen bringt man das Pferd dazu, keinen Gegenzug aufzubauen, sondern locker zu bleiben, nachzugeben und sich zu stellen. Hört das Pferd zu, ist es losgelassen und ist eine feine Verbindung zum Pferd hergestellt, bedarf es keiner Kraft, es reicht oft ein minimales Anspannen und Nachgeben der Longe. Das Pferd kann mitarbeiten und muss nicht dagegen ankämpfen.
Michael Geitner und Alexandra Schmid
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Weniger ist manchmal mehr.

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Ein häufiger Fehler der sich in der Equikinetic einschleicht ist, dass zuviel Stellung gefordert wird.
Die minimale Stellung: Äußeres Auge, in einer Linie mit dem äußeren Buggelenk. Die maximale Stellung die ein Pferd haben sollte ist, äußere Auge in einer Linie, mit dem inneren Buggelenk.
Mehr Stellung ist nicht wünschenswert, da sich das Pferd nicht mehr biegen kann, ohne krumm und schief zu werden. Pferde versuchen das wieder irgendwie ausgleichen. Eine reelle Biegung ist nicht möglich. Die Hinterhand schert aus und aus schief, wird komplett schief.
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Michael Geitner u. Alexandra Schmid

Die schwierigsten Pferde? Die welche sich nicht bewegen. …und immer wieder die Sprüche….

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Positionsarbeit auf einem Kurs. Ein Pferd steht neben Dir, nehmen wir mal einen Haflinger und taufen ihn Obelix. Er soll den ersten Schritt gehen und steht da wie einbetoniert. Du bestehst drauf, aber Obelix weiß.. wer bewegt, führt. Da stehst du da. Als Trainer. Erst mal wie der Depp…hilft aber nix. Beharrlich bleiben.
Die Damen auf der Bande haben schon ein Grinsen im Gesicht und können natürlich alles besser machen. Aber ich will ja nur, dass er den ersten Schritt geht. Tut er aber nicht. Dann kommen die Sprüche. “Da müsste nur mal ordentlich draufhauen, der verarscht dich doch nur, dann läuft der schon“ Obelix denkt sich: das halt ich aus, habe ich immer ausgehalten.
Bisher hat es scheinbar auch nicht geholfen.
Obelix hat auch überhaupt keine Lust während der Equikinetic vorwärts zu gehen. Natürlich, darf mal im richtigen Moment touchiert werden.Darum geht es nicht. Verprügeln? Das ist nicht die Handschrift eines guten Trainers.Das sollte selbstverständlich sein. Wenn da dann noch jemand ein Video machen würde, wäre er berechtig arbeitslos! Bei so einem Obelix könnte es eine Mischung aus nicht Können, mangels Kraft und Balance und erfolgreich gelerntem Abwehrverhalten sein. Ein guter Trainer kann schon mal zornig werden, wir sind auch nur Menschen, aber verprügeln, bis er läuft, geht einfach nicht.
So ein Pferd braucht Arbeit und zuweilen müssen Anfangs durchaus Kompromisse eingegangen werden, die zunächst nicht befriedigen. Ich habe auch so ein Exemplar im Stall. Einen Meter hoch, einen Meter breit. Bewegen? Nur wenn es denn unbedingt sein muss. Verprügeln? Wenn mir da nichts anderes einfällt, dann hör ich meinen Job auf.

Hart im Maul? Dabei sollte dieses heilig sein !

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Damit ist i.d.R. gemeint, dass das Pferd nicht mehr fein auf Zügelhilfen reagiert.
Aber Pferde können nicht hart im Maul werden, sie haben nur oftmals gelernt, den beißenden Schmerz, den so mancher Zug auf die empfindliche Kiefer ausübt, auszuhalten. Man bedenke, Metall auf Haut und Knochen.
Das soll kein Plädoyer gegen Gebisse werden. Durchaus ein Instrument, gefühlvoll eingesetzt.
Dazu benötigt man Gefühl und eine feine Hand. Das muss man lernen. Aber beim Longieren ist es unbedingt abzulehnen.

Die Longe, auf 9m Entfernung, vielleicht noch an einem jungen, unausbalancierten Pferd, im Gebiss eingeschnallt, macht es fast unmöglich, dass dieses ruhig im Maul liegen bleibt. Man hat beinahe die Garantie, dass das Pferd lernt, wie „gut“ sich so ein Gebiss anfühlt.
Es wirken enorme Kräfte in das, ach so heilige Maul. Schnallen wir schon das Maul mit einem Sperrriemen zu, sieht das zwar schöner und ruhiger aus, aber nun hat das Pferd gar keine Möglichkeit mehr, dem Druck und Schmerz zu entkommen. Man sollte sich bei der Gelegenheit auch fragen, wie ein Pferd mit starren Ausbindern lernen soll, an das Gebiss heranzutreten.

Der Schmerzsinn ist das Warnsystem des Körpers und übernimmt eine erhebliche Schutzfunktion.
Ohne Schmerzsinn würde es zu erheblichen Verletzungen kommen, ohne dass eine Gegenreaktion erfolgt z. B. würden auch Entzündungen unbemerkt ablaufen und Glieder oder Organe nicht geschont werden.
Verantwortlich für das Schmerzempfinden sind die Nocizeptoren.
Sie befinden sich in großer Anzahl in der Haut, in Organen, Gelenken und in der Muskulatur.
Meistens sind Nocizeptoren freie Nervenendungen.
Sie werden durch Reize wie etwa Temperatur, Druck, Dehnung oder chemische Reize erregt.

Die Besonderheit an Nocizeptoren ist, dass sie nicht adaptieren können, d.h., es kann keine Gewöhnung an einen Schmerzreiz erfolgen. Im Gegenteil meistens erfolgt eine Sensibilisierung.
Eine Rolle spielt jedoch das subjektive Empfinden von Schmerzen.
Beim Mensch nicht anders als beim Pferd. Dass Pferde Schmerzen wahrnehmen, sehen wir oft an deren Reaktion, wie intensiv sie empfunden werden, ist auch hier individuell verschieden. Zudem kommt, dass Fluchttiere ihre Schmerzen oft nicht zeigen, oder der Schmerz aufgrund eines hohen Adrenalinspiegels unterdrückt wird. Auch durch andere endogene Opiate wie z. B. Endorphine, also körpereigene Schmerzmittel, wird die Schmerzweiterleitung und das Empfinden gehemmt.
Michael Geitner und Alexandra Schmid

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Durchschaut!

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Als Pferdemensch müssten Sie eigentlich alles können. Alles. Sie sollten sich in Anatomie der Biomechanik, Ausbildung des Pferdes, der Reitkunst sowie in den Bereichen Fütterung und Haltung auskennen, was letztendlich die Gesunderhaltung des Pferdes und eine harmonische Beziehung zwischen Mensch und Pferd gewährleistet. Zumindest sollten Sie sich Mühe geben. Man versucht zu verstehen und zu lernen, wie ein Pferd “funktioniert und was es braucht. Soweit so gut.
Wie gut kennen Sie sich eigentlich selber? Haben Sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, wie Sie auf ihr Pferd wirken und wie Ihr Verhalten oder Ihre “Art” bei den Pferden ankommt?
Beim Betrachten der vielseitigen menschlichen Charaktere und Verhaltensweisen, die wir manchmal so an den Tag legen, müssen Pferde schon einen besonderen Sinn haben dieses zu verstehen. Haben sie auch. Pferde sind Muskelleser. Sie haben im Laufe der Evolution gelernt sich die Körpersprache anderer Spezies zu deuten. Denken sie mal an die Savanne. Ein Löwe döst faul unterm Baum und die Zebraherde steht friedlich grasend daneben. Steht der Löwe (bzw. Löwin) aber auf und nimmt eine gespannte Körperhaltung ein, sind die Zebras plötzlich sehr aufmerksam.
Menschen haben ein riesiges Repertoire an Verhaltensweisen und Stimmungen, verschiedene Charaktere und drücken das auch über ihre Körpersprache aus. Beispiele gäbe es so viele wie Mensch und Pferd Beziehungen.
Da wäre z. B. das unsichere Mäuschen, das schon seit 10 min ihr Pferd unentschieden bittet, an der Longe anzutraben. Das liebe Hotti, aber heute eher in Schrittlaune, ignoriert es großzügig.
Der Choleriker, bei dem sich das Pferd schon in die letzte Ecke der Box verkrümelt, kaum dass er den Stall betritt. Dann gibt es die Pferde und Menschen, die sich blind verstehen. Man bewundert die Paare die Harmonie ausstrahlen und es keine großen Gesten bedarf.
… Und es gibt gaaaanz viel dazwischen.
Pferde reagieren auf die Stimmung der Menschen, die Art wie sie ihre Körpersprache einsetzten ihre Muskeln an oder entspannen und welche Energie sie ausstrahlen. Sie lernen den Menschen und dessen Verhalten kennen, besser als Sie denken. Da nutzt es dann auch nix so zu tun als hätten Sie z.B. keine Angst. Sie können sich auch nicht von heut auf morgen ändern, falls sie feststellen, dass das Verhalten Ihres Pferdes Sie widerspiegelt.
Das Pferd hat Sie längst durchschaut. Sie lesen in ihnen wie in einem Buch. Je länger Sie Ihr Pferd kennt, umso besser kann es sie deuten. Da kommen wir vom Buch zum USB-Stick.
Seien Sie authentisch, sammeln Sie Erfahrungen und Wissen. Das gibt Sicherheit und vermeidet Unentschiedenheit und Ungerechtigkeiten.

Was sind Faszien?

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Faszien sind eine Bindegewebsstruktur. Sie bestehen aus hauptsächlich aus Elastin Kollagenfasern und Zwischenzellsubstanz. Zwischen den Fasern wird Wasser eingelagert, welches als Gleitmittel dient. Faszien durchziehen mit ihrer Gitterstruktur den ganzen Körper wie ein Netz. Sie sind quasi ein kompletter Bodysuit. Sie verlaufen den Körper in alle Richtungen. Jede einzelne Muskelfaser ist von Faszien umhüllt und verbindet diese mit anderen Muskelfasern. Sie sind Hüllen für Muskeln und Organe.

Wie sehen Faszien aus?
Stellen sie sich ein Steak vor. Die weiße Struktur die das Steak marmoriert (nicht der Fettanteil) sind die Faszien. Bleiben wir bei der Küchenanatomie. Wenn sie ein Hähnchen aufschneiden, sehen sie diese weißen Häute die das Fleisch umgeben, auch das sind vorwiegend Faszien.

Welche Funktion haben Faszien?
Faszien geben dem Körper Struktur und Elastizität und Stabilität und verleihen ihm die nötige Spannung. Sie verhindern auch dass die Muskeln sich während einer Kontraktion behindern. Wir müssen sie als funktionelle Einheit vorstellen. Sie verbinden ebenso ganze Muskelgruppen und sorgen für eine reibungslose Art der Bewegung. Bewegung und Koordination des Körpers wären ohne Faszien nicht möglich. Faszien haben eine Stoßdämpfer und „Katapultfunktion“. Sie helfen dem Körper Energie zu sparen. Zudem sind sie neben anderen Sensoren für die Körperwahrnehmung verantwortlich. Auch für das Imunsystem spielen sie eine Rolle

Wie funktioniert das Zusammenspiel von Faszien Muskeln, Knochen und auch Sehnen?
Faszien umhüllen und verbinden netzartig die Muskeln und gehen dann in Sehen über um den Knochen mit dem Muskel zu verbinden. Ein Känguru ist nicht nur dank seiner Muskeln fähig so weite Sprünge zu machen, sondern weil es ein besonders ausgeprägtes Fasziensystem hat, welches Energie speichert und wieder abgibt.

Was passiert wenn die Faszien nicht „trainiert“ werden?
Werden Faszien nicht in die Richtung trainiert in die man sie benötigt, oder gar nicht gebraucht, beginnen sie zu verkleben und zu verfilzen. Sie können ihre Funktion nicht mehr erfüllen. Sie entwickeln sich nur effektiv nach dem Prinzip „Use it or loose it“.

Können Faszien Schmerzen?
Faszien selber sind sehr schmerzempfindlich, wie herausgefunden wurde. Auch lagert das fasziale Gewebe Schlaken und Giftstoffe ein, was neben zu wenig Bewegung zu Verspannungen der Faszien führen kann und das ist sehr schmerzhaft.

Verspannungen: sind Faszien schuld?
Die meisten Verspannungen entstehen durch zu wenig Bewegung oder Falschbelastung. Die Faszien verfilzen und auch die Muskulatur ist dadurch nicht mehr in der Lage schmerfrei zu arbeiten. Der Muskel wird nicht mehr richtig durchblutet.

Haben falsch trainierte Pferde fasziale Schmerzen?
Ja. Durch das falsche Zusammenspiel der Muskulatur verkleben die Faszien und das ist eben Schmerzhaft. Ein Pferd das ständig mit einem weggedrückten Rücken läuft, kann die Faszien nicht uin die eigentlich notwendige Richtung entwickeln. Schmerzen durch Fehlbelastung kennen wir alle im Nacken Schulter Bereich, wenn etwa zu viel am PC oder Schreibtisch gesessen wird und kein körperlicher Ausgleich erfolgt.

Wie beuge ich verklebten Faszien vor?
Bewegung— in die richtige Richtung. Um Faszien elastisch zu halten, gilt es eine Fehlbelastung durch etwa falsches Reiten, bei dem das Pferd eine Schonhaltung einnimmt zu vermeiden. Losgelassenheit spielt dabei schon eine wesentliche Rolle. Ein Pferd das sich festhält wird nicht entspannt gehen können und es entstehen Verspannungen.

Wie kann ich verklebte Faszien beim Pferd behandeln?
Manuel kann man die Faszien mit einem Neurostimgerät unterstützen. Durch ausgewählte Schwingungen löst sich das verklebte Bindegewebe, kann wieder elastisch werden und erlaubt auch dem darunterliegenden Muskel wieder zu wachsen. In der Equikinetic wird das Pferd gymnastiziert. Die Faszien werden in die korrekte Bewegungsrichtung beansprucht. Durch Spannung und Entspannung auf gebogener Linie dehnt sich das Gewebe und beginnt wieder elastisch zu werden, bzw. zu bleiben.
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Michael Geitner und Alexandra Schmid
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Ein Pferd ist ein Pferd.

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Ein Pferd ist ein Pferd und kein Mensch! Sie sehen anders, hören anders, riechen anders. Wie und was ein Pferd genau denkt, können wir nur erahnen, nicht wissen. Sie empfinden z. B. auch Kälte anders als wir. Schon das können wir als Mensch kaum nachvollziehen.
Sie sind natürlich durchaus in der Lage zu fühlen. Trauer, Zuneigung und Angst empfinden Pferde ebenso wie wir.
Es gibt durchaus Gemeinsamkeiten, ansonsten könnten wir nicht auf die Kooperation unserer Pferde hoffen. Dennoch Pferde sind keine Kuscheltiere. Sie eignen sich zwar durchaus dazu gestreichelt zu werden, aber diesen Status haben sie nicht verdient. Ebenso sind sie keine unberechenbaren Kreaturen, denen man nur mit absoluter Härte entgegenkommen muss.
Wir Menschen neigen dazu, Verhaltensweisen von Pferden so zu interpretieren, wie wir sie gerne sehen möchten. Kommt Ihr Pferd wiehernd auf Sie zugelaufen(“ Komm zu Mami“), denken Sie natürlich es freut sich, Sie zu sehen. Vielleicht. Vielleicht haben Sie aber auch nur immer ein Leckerli parat, auf das sich das Pferd freut.
Da kabbelt „Schatzi“ am Arm und wir finden das ja so nett. Dabei will Schatzi nur ein Leckerli und die Gefahr, dass er seinem Anliegen irgendwann Nachdruck verleiht und die Zähne einsetzt, wird völlig ignoriert. Wehe, er tut es dann doch. Oftmals sind wir sehr nett zu unseren Pferden, lassen Ihnen alles durchgehen und hoffen, dass diese Liebe auf Gegenseitigkeit beruht.
Ein anderes Extrem ist es, die Verhaltensweisen in unser Pferd zu interpretieren, wenn es nicht so will wie wir.
Da kommt schnell der Spruch: “Der veräppelt mich.“ Wir sind fast persönlich beleidigt, wenn Hotti mal nicht so funktioniert, wie wir das gerne hätten.
Lassen wir doch unsere Pferde auch Pferde sein. Lieben sie, wie sie sind und schrauben, unsere Erwartungen, die sehr vielseitig sind, etwas herunter. Verlangen nur das von ihnen, was sie uns geben können und noch gut für sie ist. Wenn wir Pferde halten sind wir verpflichtet ihren Bedürfnissen nach Licht, Luft, Bewegung und Pferdegesellschaft nachzukommen und sie nicht 23 Stunden in die Box zu stellen, um sie dann eine Stunde reiten zu können, aber auch nicht wild zusammengewürfelt in einen Offenstall unterbringen. (Betonung liegt auf wild zusammengewürfelt!)
Wir sollten uns Gedanken machen, welche Ausbildung ein Pferd braucht, um unsere Bedürfnisse erfüllen zu können und nicht erwarten, dass das von alleine geht.
Pferde sollten weder Kind, – noch Partnerersatz oder Sportgerät sein, sondern das Pferd an unserer Seite bleiben dürfen.

Liebe geht durch den Magen

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Schaut man sich ein Pferd an verwundert es einen doch wie klein, im Verhältnis zur Körpergröße, der Magen ist. Mit gerade mal einem Fassungsvermögen von ca. 15l, ist er darauf angewiesen kontinuierlich kleine Futtermengen aufzunehmen, um genügend Nährstoffe ins Pferd zu bringen. Daher erklären sich u.a. auch die ausgiebigen Fresszeiten, von 16-18 Stunden, wildlebender Pferde.
In der Maulhöhle wird von den Backenzähnen das aufgenommene Futter zunächst zermahlen, zerkleinert und ausgequetscht.
Während des Kauens wird Speichel produziert. Den Löwenanteil an der Speichelproduktion übernimmt die Ohrspeicheldrüse. Sie produziert während des Kauvorganges pro kg Raufutter 3-5 kg Speichel bei Kraftfutter 1-1.5 kg Speichel. Die täglich produzierte Gesamtmenge an Speichel eines Großpferdes beträgt ca. 40l. Das hat seinen guten Grund.
Speichel besitzt keine Enzyme, die das Futter schon vorverdauen könnten, aber wichtige Salze (Bikarbonate), welche für die Pufferung also Neutralisierung von Säuren benötigt werden.
Der Speisebrei gelangt durch die Speiseröhre zum Mageneingang. Dort gelangt er stoßweise, in kleinen Portionen (durch einen Schließmuskel, der sich nur von oben nach unten “öffnet”) in den Magen. Zunächst in den drüsenlosen Teil. In diesem Teil des Magens wird noch keine Magensäure (Salzsäure), ebenso kein Eiweiß spaltendes Pepsin produziert.
Hier beginnt eine enzymatische, mikrobielle Aufspaltung von leicht zugänglichen Kohlenhydraten. Dadurch entsteht als Abfallprodukt u.a. Milchsäure.
Um diese zu neutralisieren, wird jetzt der Speichel mit seinen Salzen benötigt. Fehlt hier die puffernde Wirkung des Speichels, können Magengeschwüre entstehen. Der drüsenlose Teil wird von einer “Linie” der “Margo plicatus” vom Säure produzierenden Teil des Pferdemagens getrennt.
Der, jetzt mit Speichel gut durchtränkte und leicht vorverdaute, Futterbrei gelangt nun in den säurehaltigen Teil des Magens. Hier wird er nach und nach mit Magensaft getränkt. Der pH-Wert sinkt und die mikrobielle Tätigkeit wird eingestellt. Das heißt, auch schädliche Mikroorganismen werden durch den niedrigen pH-Wert abgetötet. Bei reiner Heufütterung liegt der pH-Wert am Ende des Magens bei ca. 2.6 bei Kraftfutter dagegen bei einem pH-Wert von bis zu 5. (Da überlebt so Einiges was nicht überleben sollte!) Pepsin sorgt für die Eisweißaufspaltung. Danach gelangt der Futterbrei stoßweise proportioniert durch den Pförtner in den Dünndarm.
Das ausreichende Durchtränken mit Magensaft ist für eine gesunde Verdauung äußerst wichtig. Aufgrund Stressfaktoren (z.B. übermäßiger psychischer und körperlicher Belastung) unmittelbar nach der Futteraufnahme, kann es zu einer geringeren Produktion von Magensaft kommen und der Futterbrei nicht richtig durchtränkt werden. Eine Kolik könnte eine mögliche Folge davon sein, da die es zu Fehlgärungen und Bildung von Milchsäure kommt, die dann an den Dünndarm weitergegeben werden.
Artgerechte Fütterung, d.h. ausreichend und rohfaserreiches, hochwertiges Pferdeheu, sowie eine vernünftige Menge an Kraftfutter ( falls denn nötig), sind schon eine gute Grundlage, dass es dem Magen gut geht.
Liebe geht eben doch durch den Magen!

Michael Geitner und Alexandra Schmid
www.pferde-ausbildung.de
www.pferdetraining-allgaeu.de

Unter Zugzwang…

By Termine No Comments

Es ist durchaus häufiger in den einheimischen Gefilden unserer Reithallen zu beobachten, dass diverse Lederriemen in allen Varianten an Pferden angebracht werden. Es gibt dutzende Varianten verschiedener Verwendungsmöglichkeiten, und man sollte zumindest studiert haben, um einen groben Einblick zu erhalten. Angefangen beim fest zugeschnürten Sperrriemen. Ausbinder, Dreieckszügel, Schlaufzügel. Unendliche Kreativität. Na ja, es ist ja auch genügend Platz am Pferd.
Einmal nachgefragt zu was man denn die Ledervielfalt benötigt, erntet man Blicke als komme man von einem anderen Stern. Es ist doch schließlich wichtig, dass der Kopf unten ist und das Pferd über den Rücken läuft. Dem Pferd muss doch gezeigt werden, wie der Kopf zu halten ist und wenn man dann den Kopf nach links und rechts “einstellt” gymnastiziert man schließlich die Muskulatur. Das Pferd gibt nach! (Auch wenn es von außen wirkt, als versuche man den Unterkiefer durchzusägen).
Ja, nur so hat man eine Chance ein Pferd zu bekommen, welches überhaupt in der Lage ist diese hohen gestellten Anforderungen zu erfüllen. Der Kopf muss doch runter, dass das Pferd über den Rücken läuft. Wie um Himmelswillen sollte man den sonst dem Pferd eine ordentliche Muskulatur aufbauen? Es soll gefälligst nicht auf der Vorhand latschen. Wie soll, dass den sonst bitte gehen. Und wenn man mit einem normalen Gebiss nicht durchkommt?
Bitte, es gibt überall sehr kreative Konstruktionen. Probiert man halt mal durch. Irgendwann wird das Genick schon nachgeben und das Pferd wird butterweich im Maul.
Es ist leider Usus geworden, sobald ein Pferd die gewünschte “Form” nicht zeigt, diese mittels Hilfszügel schneller “herzustellen”. Reiterliches Können, selbstständig denkende Reiter, reel gerittene Pferde bekommt man durch eine gute Ausbildung. Und es braucht Zeit! Die ist wie wir alle wissen knapp. Also wenn es mit Schlaufzügeln schneller geht, – her damit.
Immerhin Erklärungen. Oftmals macht man aber Dinge, weil es alle machen, selbst wenn man das Gefühl hat, dass es falsch ist.
Und hier liegt der Hund begraben über, dass wir uns alle mal ein bisschen Gedanken machen sollten. Der Zwang einer Stallgemeinschaft ist nicht zu unterschätzen. Ehrlich, wer setzt sich schon gerne abfälligen Blicken aus und erträgt das Getuschel hinter dem Rücken. Entschuldigung meine Damen, aber auch Frauen können grausam sein.
Oft erfordert es schon eine Menge Mut sein Pferd ordentlich auszubilden. Rückgrat zu haben und zu erklären, dass man die vorgeschlagenen Hilfszügel nicht benötigt. Da kann man ganz schnell zum Außenseiter werden … und wer will das schon? Wer das kennt, weiß den Begriff “Stutenbissigkeit” neu zu definieren.
Leider wird der Druck der Gemeinschaft oftmals auf dem Rücken der Pferde ausgetragen.
Sich Zeit zu nehmen und die Geduld zu haben sich auf ein lebendes fühlendes Wesen einzulassen. Sein Geld, anstatt in Hilfszügel zu investieren, einen guten Ausbilder bezahlen.
Selbstsicherheit bekommt man durch Wissen und Können. Das wiederum muss man sich aneignen. Aber schließlich werden Erfolg und ein “Partner Pferd” all das Gerede übertönen. Dann wird es oft ganz still in der Stallgasse.

Michael Geitner und Alexandra Schmid
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Kostenloses Geitner-Wissen in Videoformat

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Die Corona-Krise hat die Pferdewelt fest im Griff. Kurse fallen aus, Unterricht und Termine werden abgesagt. Dennoch habt ihr jetzt die Möglichkeit, mich zu sehen! Ein Teil meines Pferdewissens stelle ich Euch exklusiv in Form von Videos kostenlos zur Verfügung stellen!

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