Termine Archives - Seite 7 von 8 - Michael Geitner - Be-Strict

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Get the feeling…

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Die Aufgabe des Reiters ist es mit seinem Pferd im Dialog zu bleiben, es durch den Ausritt oder auch einen Dual-Aktivierungsparcours zu begleiten. In der klassischen Dual-Aktivierung bilden Pferd und Reiter ein Team. Der Reiter bestimmt Richtung und Geschwindigkeit, von dem Pferd wird eine gewisse Einsicht in die Problemlösung, zum Beispiel die Beine zu sortieren, erwartet. Koordiniert und in der Balance zu sein und die Fähigkeit sich in schwierigeren Situationen auch mal selber helfen zu können. In der klassischen Dual-Aktivierung, genauso wie von einem Pferd das im Gelände geritten wird, wird vom Reiter nicht erwartet, dass er sein Pferd so perfekt bedienen kann wie David Garrett seine Stradivari. In der Dual-Aktivierung geht es darum, durch eine gewisse Einsicht des Pferdes die ihm gestellte Aufgabe zu meistern. Neben der Schulung der Balance und der Koordination wird das Pferd auch Selbstvertrauen aufbauen.
Den nötigen Impuls zu geben, welcher zum richtigen Zeitpunkt erfolgen muss, um das Pferd zu motivieren und zu überzeugen durch die monsterbewohnte Ecke zu gehen, an einer Mülltonne vorbeizumarschieren, oder eben nur mal „nur“ über blau gelbe Schaumstoffstangen zu gehen. Dazu braucht es eines, das Gefühl des Reiters für sein Pferd. Read More

Rien ne va plus….Nix geht mehr

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Es gibt diese Tage. Nix klappt aber auch rein gar nichts. Das Pferd wie ausgewechselt.
Beim Longieren rast es im Kreis herum wie Speedy Gonzales, ist sehr unkooperativ in der Reitstunde und im Gelände benimmt es sich, als hätte es das Verkehrsschild an der Ecke im Leben noch nie gesehen…und überhaupt an diesen Tagen ist einfach was in der Luft.
Dass die Dressurstunde Geld und Zeit kostet, interessiert das Pferd auch nicht. Nach unendlich langen 45 min kämpfen und sich quälen beschließt der Reitlehrer das Problem selber „in die Hand“ zu nehmen und schafft es dann nach weiteren 30 Minuten doch noch den Galoppwechsel zu absolvieren. Read More

Eiskalt erwischt?

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Pferde kommen mit Kälte besser zurecht, als wir so manchmal denken.
Ihr Komfortbereich liegt zwischen -15 und + 25°C. Zwischen dieser Temperaturspanne arbeitet der Stoffwechsel des Körpers am effektivsten. Die Wohlfühltemperatur der Pferde liegt i.d.R. zwischen 5 und 15°C. Erst ab -15°C setzt die sogenannte Thermoregulation ein.
Thermoregulation ist, wenn der Körper versucht seine „Körpertemperatur„ durch eine gesteigerte Stoffwechselaktivität, zu erhalten. Beim Pferd ist das ab -15°C der Fall.
Ab da braucht das Pferd mehr Energie. Man rechnet, dass bei jedem weiteren Minusgrad 2% mehr Futter benötigt werden. Diese Energie benötigt das Pferd u.a., um sich die Skelettmuskulatur warm zu zittern.
Da Pferde bekanntlich ein Fell haben, das nicht da wäre, wenn es nicht gebraucht würde,
hat diese auch eine sehr wichtige Funktion.
Um die Wärme zu halten, stellen die Haarbalgmuskeln die Deck – und Wollhaare auf. Das dazwischenliegende Luftpolster isoliert das Pferd gegen die Kälte. Read More

Unter Zugzwang…

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Es ist durchaus häufiger in den einheimischen Gefilden unserer Reithallen zu beobachten, dass diverse Lederriemen in allen Varianten an Pferden angebracht werden. Es gibt dutzende Varianten verschiedener Verwendungsmöglichkeiten, und man sollte zumindest studiert haben, um einen groben Einblick zu erhalten. Angefangen vom fest zugeschnürten Sperrriemen am Pferdemaul, über Ausbinder und Dreieckszügel, bis hin zum Schlaufzügel. Unendliche Kreativität. Na ja, es ist ja auch genügend Platz am Pferd.
Einmal nachgefragt zu was man denn die Ledervielfalt benötigt, erntet man Blicke als komme man von einem anderen Stern. Es ist doch schließlich wichtig, dass der Kopf unten ist und das Pferd über den Rücken läuft. Dem Pferd muss doch gezeigt werden, wie der Kopf zu halten ist und wenn man dann den Kopf nach links und rechts „einstellt“ gymnastiziert man schließlich die Muskulatur. Das Pferd gibt nach! (Auch wenn es von außen wirkt, als versuche man den Unterkiefer durchzusägen).
Ja, nur so hat man überhaupt eine Chance ein Pferd zu bekommen, welches in der Lage ist diese hohen gestellten Anforderungen zu erfüllen. Der Kopf muss doch runter, dass das Pferd über den Rücken läuft. Wie um Himmelswillen sollte man den sonst dem Pferd eine ordentliche Muskulatur aufbauen? Es soll gefälligst nicht auf der Vorhand latschen. Wie soll das denn sonst bitte gehen? Und wenn man mit einem normalen Gebiss nicht durchkommt?
Bitte, es gibt überall sehr kreative Konstruktionen. Probiert man halt mal durch. Irgendwann wird das Genick schon nachgeben und das Pferd wird butterweich im Maul. Read More

Links hui, rechts pfui?

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Da reiten Sie nun vom Spazierenreiten wieder heim und…schon wieder hat das Pferd Angst vor der Parkbank. Beim Wegreiten war es schon ein Theater, dann ging es aber und jetzt fängt das Ganze wieder von vorne an. „Mann, es ist doch vorher auch dran vorbei gelaufen!„
Einen kleinen Einblick in das Pferdegehirn verrät uns, warum sich Pferde manchmal, für uns unverständlich, verhalten.
Ein Grund dafür ist die visuelle Verarbeitung im Gehirn. Read More

Alltag

By Termine No Comments

„Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt.“
Gandhi

Man holt ihn aus seiner Box, poliert ihn auf Hochglanz. Die Beine werden einbandagiert. Sein Kapital. Gesattelt, Kandare ins Maul die Schlaufzügel reingeschnallt. Erst läuft er locker und darf seinen wundervollen Hals strecken. Dann verstärkt sich der Druck auf seine Maulwinkel.
Es schmerzt, er will dem entkommen. Man hat ihm gezeigt, dass Widerstand heftige Schmerzen verursacht, also lässt er sich das Kinn auf die Brust ziehen. Wie eine Maschine befolgt er Befehle die von oben kommen. Mit den Sporen, die ihn in die Seite stechen, hat er gelernt zu leben. Er wirft seine Vorderbeine im Trab, die Hinterhand kann jedoch nicht folgen. Dann bringt man ihn zurück in den Stall. Verschwitzt darf er das Wohlfühlprogramm des Solariums genießen. Dann ab in die Box, mit den vergitterten Stäben. Er wartet, frisst sein Heu, wartet, bis ihn am nächsten Tag wieder jemand zum Training holt. Read More

Pimp my horse …

By Termine No Comments

Nein, nein keine Angst, diesmal geht es nicht um Glitzersteinchen und pinke Bandagen, die sehen (mehr oder weniger) hübsch aus und tun niemanden weh.
Was einem Pferd Ausdruck und Schönheit verleiht, ist nicht glitzerndes „Bling Bling“, sondern die richtigen Proportionen.
Kugelrund steht da doch so manches Pferd im Stall. Die witzelnden Kommentare der Stallkolleginnen sind einem bombensicher und selbst das Reiten macht nicht mehr so richtig Spaß. Die Masse will schließlich bewegt werden. Ach ja, und gesund soll es auch nicht sein.
Ein Diätplan muss her. Schnell werden alle Fachzeitschriften und das Internet nach „wie bekomm ich mein Pferd in 2 Tagen schlank“ durchsucht. Der Stallbesitzer bekommt den Diätplan dann noch mit vielen mündlichen Anweisungen zur intelligenten Fütterung überreicht, mit der Anweisung in nachts unters Kopfkissen zu legen. Read More

…der Sperrriemen

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Ich höre oft die landläufigen “Argumente” für die Benutzung des Sperrriemens (Kinnriemen) wie “Mein Pferd streckt sonst die Zunge raus” oder “Das Pferd sträubt sich sonst gegen die Trense” [..] Die Fakten, die GEGEN den Einsatz des Sperrriemens sprechen, sind folgende, dazu kurz etwas zur Historie:
Der Erfinder des Englischen Kombinationshalfters hatte ursprünglich eine wirklich gute Idee. Die Schlaufe die vorne am Nasenband angebracht ist, wurde komplett anderes verwandt als heute. Es wurde der Riemen jeweils links und rechts durch das Gebiss, und zwar von innen nach außen, verschnallt. So konnte der Zug auf das Gebiss beschränkt werden und der Druck auf den Naserücken weiter gegeben werden.
Zudem fand der Sperrriemen Verwendung, die aus den Bedürfnissen des Militärs heraus entwickelt und angepasst wurden. Um bei Stürzen zu verhindern, dass sich die Pferde, durch weit geöffnete Mäuler, den Unterkiefer brachen, wurde ihnen der Unterkiefer mittels Sperrriemen zugeschnürt. Dadurch verringerten sich die Kieferbrüche der damaligen Pferde um 80%.
Wahrscheinlich seit den späten 70igern, kommt dem Sperrriemen nun eine sehr unglückliche, zweckentfremdete Aufgabe zu, nämlich dem Pferd das Leben schwer zu machen.
Was der Sperrriemen aber sehr deutlich einschränkt und zum Teil auch stark behindert, ist das Abschlucken des Speichels. Wenn nämlich sein Maul zugeschnürt wird, kann das Pferd nicht mehr durch das leichte Öffnen des Mauls den Druck des Trensengebisses auf den Gaumen abmildern. An der Stelle, an der das Trensengebiss gegen den Gaumen drückt, sitzen aber Nervenrezeptoren, die den Schluckreflex unterbinden und den Deckel des Kehlkopfes blockieren. Dadurch entsteht das Einspeicheln des Pferdes, was also in erster Linie ein Zeichen dafür ist, dass das Pferd seinen Speichel nicht abschluckt, aber noch lange kein Hinweis darauf, dass das Pferd korrekt “durch das Genick” geht.

Das kann jeder an sich selbst ausprobieren: Wenn man mit einem Löffel an den Gaumen drückt, dann kann man seinen Speichel nicht mehr abschlucken und es entsteht zudem ein Würgereiz. […] Read More

Zack… Und weg! Die „Flight or Fight“ Reaktion

By Termine No Comments

Warum reagieren Pferde manchmal nur so überzogen? Beim Ausreiten begegnet Ihnen ein harmloses Reh und was macht Ihr Hotti ? Auf dem Absatz kehrt und rennt erst mal um sein Leben. Natürlich, das Pferd ist ein Fluchttier, also reagiert es auf Gefahr mit Flucht. Aber wegen einem Reh? Ihrem geliebten Pferd ist es in diesem Moment auch egal, ob Sie es sitzenderweise begleiten oder unfreiwilligerweise absteigen und vom Reh wohlmöglich gefressen werden. Nicht weil es Sie nicht mehr lieb hat, sondern weil es eine überlebensnotwendige Strategie verfolgt, welche es ihm ermöglicht hat, über 50 Millionen Jahre zu überleben. Die „Flight or Fight“ Reaktion, also „Flüchten oder Kämpfen“
Ihrem Pferd ist in diesem Moment nämlich nicht klar, dass es sich hier um einen harmlosen Pflanzenfresser handelt, es könnte ja auch ein höchst gefährlicher Puma sein! Read More

Durchschaut!

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Als Pferdemensch müssten Sie eigentlich alles können. Alles. Sie sollten sich in Anatomie der Biomechanik, Ausbildung des Pferdes, der Reitkunst sowie in den Bereichen Fütterung und Haltung auskennen, was letztendlich die Gesunderhaltung des Pferdes und eine harmonische Beziehung zwischen Mensch und Pferd gewährleistet. Zumindest sollten Sie sich Mühe geben. Man versucht zu verstehen und zu lernen, wie ein Pferd „funktioniert und was es braucht. Soweit so gut.
Wie gut kennen Sie sich eigentlich selber? Haben Sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, wie Sie auf ihr Pferd wirken und wie Ihr Verhalten oder Ihre „Art“ bei den Pferden ankommt? Read More

Die Leckerli Frage.

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Leckerli ja oder nein als Belohnung? Wir Menschen geben sie nun mal gerne. Diese kleinen
Zwischendurchhäppchen. Der eine setzt sie gezielt als Belohnung ein, beim Anderen müsste man die
tägliche Menge an Leckerli eigentlich schon von der Futterration des Pferdes abziehen.
Kaum ein Thema spaltet auch hier wiedermal die Reiterwelt so wie dieses kleine wohlschmeckende Stückchen Futter.
Manche Menschen schwören auf Leckerlis als Belohnung im Training, andere wiederum meinen,
dass Pferde ja nun mal Pflanzenfresser sind und Gras noch nie vor Pferden die Flucht ergriffen hat
und somit Leckerli kein richtiges Belohnungsempfinden auslösen, wiederum andere brauchen sie einfach nicht.
Dass mit Belohnung nicht gemeint ist, dem Pferd bei jeder erdenklichen Gelegenheit ein Möhrchen hier, ein Apfelleckerli da und zwischendurch ein Zuckerstückchen ins Maul zu schieben, dürfte klar sein. Bei manchen Pferden kann man das bedenkenlos machen, andere erzieht man sich schnell zum Beißer. Read More

Schau mir in die Augen…

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Warum scheut das Pferd plötzlich vor einer Pfütze, obwohl das noch nie ein Thema war? Plötzlich bleibt es vor einem Hindernis stehen. Es ist ihn doch schon so oft gesprungen. Ihr Pferd kann auch beim Anblick der, sonst vertrauten, Dual-Gassen einen verwirrten Eindruck machen und kurz zögern. Das Garagentor vom Nachbarn, welches jetzt wirklich bekannt sein müsste, veranlasst es einen riesengroßen Aufstand zu machen.
Bevor Sie ihr Pferd schimpfen, dass es sich nicht so anstellen soll, denken Sie daran es könnte eine andere Ursache haben. Pferdeaugen unterscheiden in vielen Punkten von den menschlichen Augen. So z.B. haben Menschen keine Traubenkörner. Schon mal gehört? Für diejenigen, die noch nie etwas davon gehört haben: hier die Erklärung. Read More

Aufgezäumt

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Was doch so alles an Pferdekopf angebracht werden kann. Verzeihung auch “in” einen Pferdekopf, respektive dem Maul. Schaut man sich heute ein hoch dotiertes Springchampionat an, könnte man alleine über die Vielfalt der kreativ angebrachten Zäumungen eine Doktorarbeit schreiben. Das will ich Ihnen nicht antun. Aber ein kleiner Einblick schadet hin und wieder nicht.
Gebisse. Bei ordnungsgemäßem Gebrauch und einer feinen Reiterhand, und nur in dieser Kombination, sind sie sicherlich dazu geeignet, um die Feinjustierung einzustellen. Häufig jedoch verursacht blankes Metal auf den Zahnleisten, die aus Haut und Knochen bestehen und sehr empfindlich sind, Schmerzen. Wie Sie sich das vorstellen können? Ziehen Sie sich mal eine Kette übers Schienbein. Bei harter Hand, scharfem Gebiss und einem uneinsichtigen Reiter, dem es egal ist, ob dem Pferd die Zunge gequetscht wird, kann bzw. wird es verheerende Folgen für das Pferd haben. Read More

Liebe geht durch den Magen

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Schaut man sich ein Pferd an verwundert es einen doch wie klein, im Verhältnis zur Körpergröße, der Magen ist. Mit gerade mal einem Fassungsvermögen von 15-20l, ist er darauf angewiesen kontinuierlich kleine Futtermengen aufzunehmen, um genügend Nährstoffe ins Pferd zu bringen. Daher erklären sich u.a. auch die ausgiebigen Fresszeiten, von 16-18 Stunden, wild lebender Pferde.
In der Maulhöhle wird von den Backenzähnen das aufgenommene Futter zunächst zermahlen, zerkleinert und ausgequetscht.
Während des Kauens wird Speichel produziert. Den Löwenanteil an der Speichelproduktion übernimmt die Ohrspeicheldrüse. Sie produziert während des Kauvorganges, pro kg Raufutter 3-5 kg Speichel, bei Kraftfutter 1-1.5 kg Speichel. Die täglich produzierte Gesamtmenge an Speichel eines Großpferdes beträgt ca. 40l. Das hat seinen guten Grund.
Speichel besitzt keine Enzyme, die das Futter schon vorverdauen könnten, aber wichtige Salze (Bikarbonate), welche für die Pufferung also Neutralisierung von Säuren benötigt werden.
Der Speisebrei gelangt durch die Speiseröhre zum Mageneingang. Dort gelangt er stoßweise, in kleinen Portionen (durch einen Schließmuskel, der sich nur von oben nach unten “öffnet”) in den Magen. Zunächst in den drüsenlosen Teil. In diesem Teil des Magens wird noch keine Magensäure (Salzsäure), ebenso kein Eiweiß spaltendes Pepsin produziert.
Hier beginnt eine enzymatische, mikrobielle Aufspaltung von leicht zugänglichen Kohlenhydraten. Dadurch entsteht als Abfallprodukt u.a. Milchsäure. Read More

Legen Sie den Schalter um!

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Es gibt diesen Typ Pferd, der vor allem und jedem Pippifatz erschrickt. Haben Sie auch so ein Exemplar?
Nach knapp zwei Minuten könnte man meinen, es hätte einen dreistündigen Saunaaufenthalt hinter sich. Der Ausdruck in seinem Gesicht, als wäre es einer Horde pferdefressender Monster begegnet und es ist der felsenfesten Überzeugung, es wird die nächsten Augenblicke nicht überleben … Sie oben drauf, manchmal nicht weniger ängstlich. Read More

Panta rhei – Alles fließt

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Das Pferd läuft nicht” rund”. Eine ordentliche Diagnose hat man nicht bekommen. Nur den Rat die Rückenmuskulatur zu stärken. Aha. Und wie? Die Empfehlung lautet, dass das Pferd ausgebunden über Stangen longiert werden soll.Ok. Warum? Na der Kopf muss runter, dass der Rücken hochkommt. Soso. Diese und ähnliche Erklärungen bekommt man oft, wenn man nach dem “Warum” frägt. Welche Muskeln braucht das Pferd denn, um ordentlich balanciert einen Reiter zu tragen. Wie bekommt man denn eine ordentliche Rückenmuskulatur? Zunächst mal der lange Rückenmuskel ist nicht alleine für alle Probleme dieser Welt verantwortlich.Der lange Rückenmuskel ist ein Bewegungsmuskel.Und Herr im Himmel, lasst ihn tun, wozu er da ist, sich bewegen. Den langen Rückenmuskel alleine aufzutrainieren macht nicht viel Sinn, da die Muskeln alle miteinander “verbunden” sind: Hinterhandmuskulatur, Rückenmuskulatur, Bauchmuskulatur und die Muskeln der Vorhand: Alle greifen sie ineinander. Einen schwingenden Rücken möchte man haben. Schwingen kann der Rücken allerdings nur, wenn nicht irgendeine Muskelverbindung blockiert wird ..etwa durch Ausbinder. Read More

Lasst sie spielen!

By Termine No Comments

Früher nutze man sie als Arbeitstiere um Äcker zu pflügen und Kutschen zu ziehen, sie wurden als Prestigeobjekt genutzt, mit ihnen wurden Kriege gewonnen … Und so manches Pferd wurde besser behandelt als die eigenen Kinder. Nicht selten hing von Pferden das Überleben ab.
Pferde waren damals schon teuer. Es wurde Wert auf ihre gute Ausbildung gelegt, ob als Zugpferd oder zum Militäreinsatz, es kostete Zeit und Geld, um eine etwas längere Haltbarkeit zu erreichen. Natürlich war damals auch nicht immer alles Gold, was glänzte, jedoch hatten die Vierbeiner einen hohen Stellenwert.
Heute sind Pferde vorwiegend im Sport,- und Freizeitbereich eingesetzt. Viele Pferde werden von ihren Besitzern geliebt. Artgerechte Haltung, eine gute Ausbildung von Reiter und Pferd, gut passende Sättel, bestes Futter, aller möglicher Schnickschnack . Für das Wohl vieler Pferde ist bestens gesorgt. Glücklicherweise hat sich da viel getan. Es werden sich viele Gedanken über pferdegerechte Haltung und Ausbildung gemacht und ein großer Teil unserer Freizeitreiter haben sich zum selbstständig denkenden Reiter entwickelt.
Glückliche Pferdemenschen, glückliche Pferde, der Idealfall. Doch die Pferdewelt ist nicht immer idyllisch.
Schlachtfohlen werden unter grausamsten Umständen von ihren Müttern getrennt und auf einen noch schlimmeren Transport zu gehen. Die Filets landen dann für 30,- /kg auf den Tellern der Feinschmeckerrestaurants. Um die Subventionen einzukassieren, werden Pferde, unter elenden Umständen, quer durch Europa gekarrt. Ein lohnendes Geschäft.
Im Sportbereich haben sie zu funktionieren. Es geht auch hier um Geld. Immer geht’s ums Geld. Betrachte man sich nur ein hochklassiges Springturnier. Was, da alles so an einen Pferdekopf Verwendung findet, um es noch lenken und bremsen zu können. Die Kreativität kennt hier kaum Grenzen. Natürlich gibt es auch viele Positivbeispiele aus dem Profibereich, aber leider überwiegen die unschönen Bilder. Schneller, weiter, höher. Erzielen sie nicht die Leistungen die man von ihnen erwartet -weg damit. Und außerhalb des Profilagers im Freizeitbereich?
Es wird dem Profibereich auch fleißig nachgeeifert. Über Sinn und Unsinn mancher Hilfszügel und fragwürdiger Reitmethoden machen sich aber “Gott seis gedankt” immer mehr Pferdemenschen Gedanken.
Der Traum vom eigenen Pferd ist heute durchaus realisierbar. Jedoch sollte der Anschaffungspreis möglichst gering sein. Pferde bekommt man heute ja auch schon relativ günstig. Was, wenn der Vierbeiner nicht den Vorstellungen, die man hatte, entspricht?
Geringer Preis, die Ansprüche sind aber, vor allem an Freizeitpferde, sehr hoch gesteckt.
Leider spiegelt aber der Umgang mit Pferden auch die Mentalität unserer heutigen Wegwerfgesellschaft wieder.
Vorneweg, es ist ja kein Verbrechen ein Pferd zu verkaufen. Manchmal kann dem Pferd nix Besseres passieren, jedoch oft ist es keine überlegte Entscheidung zum Wohl für Pferd und Mensch, sondern schlichtweg eine bequeme Endlösung.
Der Gaul bockt, zickt, erfüllt die hochgeschraubten Erwartungen nicht. Arthrose, Hufrollentzündungen, Kissing Spines. Warum für etwas bezahlen, und wir reden hier nicht von 3,50,- im Monat, dass man nicht mehr einsetzten, kann? Unreitbar – unverwendbar. Beistellpferde – der Markt wird überschwemmt damit. Es muss fairerweise gesagt werden, dass manch Mensch und Pferd hier schon eine Odyssee hinter sich haben. Aber wenn Trainer und Tierärzte mit ihrem Latein am Ende sind, wie viel soll man denn noch in das Pferd reinstecken?
Ja, eine gute Ausbildung kostet Zeit und Geld. Jedoch lohnt es, in sie zu investieren. Es geht hier nicht um Galoppwechsel und höher, schneller, weiter. Eine pferdegerechte Ausbildung reicht, um einen verlässlichen, gesunden Partner an seiner Seite zu haben.
Text u.Idee: Michael Geitner /Schmid
Thema: Lasst sie spielen!
Beitrag: Warum ist es so wichtig Fohlen die Möglichkeiten zu bieten mit Artgenossen aufzuwachsen? Spielen und toben dürfen und ihren Bewegungsdrang voll entfalten zu können. Das ist nicht nur absolut klasse anzusehen, das hat schon alles seinen Sinn.
Pferde sind, besonders in ihrer Kindheit – und Jugendphase sehr neugierige Tiere. Hat natürlich auch seinen Grund. Neugieriges verhalten trägt dazu bei, Objekt – Raum – und Bewegungskenntisse
zu lernen und diese zu auszubauen. Auch Fohlen müssen die sozialen Strukturen in einer Herde erst kennenlernen. Wäre Neugierde und Spieletrieb nicht ausgeprägt, würden sich die weiteren Überlebenschancen reduzieren. Als Fohlen und Youngsters sind diese beiden Komponenten sicherlich am besten ausgeprägt, doch bis zu einem gewissen Grad bleibt das erhalten, darum kann man Pferde z.T. bis ins hohe Alter spielen und toben sehen.
Solche Tobespiele bergen aber auch Gefahren. Trotz des Risikos eines gebrochenen Beines oder einer Wunde spielen und toben sie. Der Nutzen, den sie daraus ziehen ist, überlebenswichtig – Fohlen lernen.
Allerdings müssen zwei Faktoren die die Neugier und den Spieltrieb wecken vorhanden sein. Das eine ist die Anregung und das andere die Sicherheit das sogenannte entspannte Feld!
Fehlt eines der beiden, wird das Fohlen deutlich weniger neugierig sein und der Spieltrieb wird stark eingeschränkt.
An erwachsenen Pferden, die in monotoner Boxenhaltung eingesperrt sind und keine Anreize, durch Umwelteinflüsse oder Artgenossen haben, kann weder Spieltrieb noch Neugierverhalten beobachtet werden. Schlimmer noch, es kommt zu Stereotypien, also Verhaltensstörungen, bis hin zur Depression. Wie schlimm würde sich das auf Fohlen auswirken. Lässt man Fohlen ohne Artgenossen, Umweltreize und Bewegungsmöglichkeiten aufwachsen, würde das lebenslange negative Auswirkungen auf sein Lernverhalten haben.
Fehlt einem Fohlen die Sicherheit der Umgebung und der Herde, werden Angst und Fluchttrieb die dominierenden Faktoren sein, Neugier und Spieltrieb verlieren an Bedeutung und treten in den Hintergrund. Wer will das seinem Baby schon antun?
Ist das entspannte Feld jedoch gegeben, können sich Spieltrieb und Neugierverhalten entfalten und das Pferd lernt automatisch.
Fohlen, die mit vielen Eindrücken und Umweltreizen aufwachsen, viele Anregungen hatten, lernen in ihrem späteren Leben deutlich besser, als die Armen denen das nicht vergönnt war.
Besonders auch in der Jugendphase der Pferde wird das soziale Lernverhalten geprägt und ist entscheiden für ihre zukünftige Verträglichkeit mit anderen Pferden. Das Lernvermögen des Gehirns bleibt bis ins hohe Alter bestehen, wenn auch nicht mehr ganz so gut. Deshalb sollte man aber auch beim erwachsenen Pferd die Umgebung weder räumlich noch sozial beschränken.
Das Pferd braucht Anregungen und Artgenossen, um Interesse zeigen zu können. Aber nicht nur das Lebensumfeld auch das Training muss, um gut lernen zu können, die Aufmerksamkeit des Pferdes wecken, sonst lernt das Gehirn weniger gut.
Die Sicherheit kann im Lebensumfeld des Pferdes die Herde bzw. die Artgenossen bieten. Beim Training ist das der Mensch.
Quelle:Norbert SACHSER
Neugier, Spiel und Lernen
Verhaltensbiologische Anmerkungen zur Kindheit
Zeitschrift für Pädagogik 50 (2004) Nr. 4, S. 475 – 486

Time is cash….

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Früher nutze man sie als Arbeitstiere um Äcker zu pflügen und Kutschen zu ziehen, sie wurden als Prestigeobjekt genutzt, mit ihnen wurden Kriege gewonnen … Und so manches Pferd wurde besser behandelt als die eigenen Kinder. Nicht selten hing von Pferden das Überleben ab.
Pferde waren damals schon teuer. Es wurde Wert auf ihre gute Ausbildung gelegt, ob als Zugpferd oder zum Militäreinsatz, es kostete Zeit und Geld, um eine etwas längere Haltbarkeit zu erreichen. Natürlich war damals auch nicht immer alles Gold, was glänzte, jedoch hatten die Vierbeiner einen hohen Stellenwert.
Heute sind Pferde vorwiegend im Sport,- und Freizeitbereich eingesetzt. Viele Pferde werden von ihren Besitzern geliebt. Artgerechte Haltung, eine gute Ausbildung von Reiter und Pferd, gut passende Sättel, bestes Futter, aller möglicher Schnickschnack . Für das Wohl vieler Pferde ist bestens gesorgt. Glücklicherweise hat sich da viel getan. Es werden sich viele Gedanken über pferdegerechte Haltung und Ausbildung gemacht und ein großer Teil unserer Freizeitreiter haben sich zum selbstständig denkenden Reiter entwickelt.
Glückliche Pferdemenschen, glückliche Pferde, der Idealfall. Doch die Pferdewelt ist nicht immer idyllisch.
Schlachtfohlen werden unter grausamsten Umständen von ihren Müttern getrennt und auf einen noch schlimmeren Transport zu gehen. Die Filets landen dann für 30,- /kg auf den Tellern der Feinschmeckerrestaurants. Um die Subventionen einzukassieren, werden Pferde, unter elenden Umständen, quer durch Europa gekarrt. Ein lohnendes Geschäft.
Im Sportbereich haben sie zu funktionieren. Es geht auch hier um Geld. Immer geht’s ums Geld. Betrachte man sich nur ein hochklassiges Springturnier. Was, da alles so an einen Pferdekopf Verwendung findet, um es noch lenken und bremsen zu können. Die Kreativität kennt hier kaum Grenzen. Natürlich gibt es auch viele Positivbeispiele aus dem Profibereich, aber leider überwiegen die unschönen Bilder. Schneller, weiter, höher. Erzielen sie nicht die Leistungen die man von ihnen erwartet -weg damit. Und außerhalb des Profilagers im Freizeitbereich?
Es wird dem Profibereich auch fleißig nachgeeifert. Über Sinn und Unsinn mancher Hilfszügel und fragwürdiger Reitmethoden machen sich aber “Gott seis gedankt” immer mehr Pferdemenschen Gedanken.
Der Traum vom eigenen Pferd ist heute durchaus realisierbar. Jedoch sollte der Anschaffungspreis möglichst gering sein. Pferde bekommt man heute ja auch schon relativ günstig. Was, wenn der Vierbeiner nicht den Vorstellungen, die man hatte, entspricht?
Geringer Preis, die Ansprüche sind aber, vor allem an Freizeitpferde, sehr hoch gesteckt.
Leider spiegelt aber der Umgang mit Pferden auch die Mentalität unserer heutigen Wegwerfgesellschaft wieder.
Vorneweg, es ist ja kein Verbrechen ein Pferd zu verkaufen. Manchmal kann dem Pferd nix Besseres passieren, jedoch oft ist es keine überlegte Entscheidung zum Wohl für Pferd und Mensch, sondern schlichtweg eine bequeme Endlösung.
Der Gaul bockt, zickt, erfüllt die hochgeschraubten Erwartungen nicht. Arthrose, Hufrollentzündungen, Kissing Spines. Warum für etwas bezahlen, und wir reden hier nicht von 3,50,- im Monat, dass man nicht mehr einsetzten, kann? Unreitbar – unverwendbar. Beistellpferde – der Markt wird überschwemmt damit. Es muss fairerweise gesagt werden, dass manch Mensch und Pferd hier schon eine Odyssee hinter sich haben. Aber wenn Trainer und Tierärzte mit ihrem Latein am Ende sind, wie viel soll man denn noch in das Pferd reinstecken?
Ja, eine gute Ausbildung kostet Zeit und Geld. Jedoch lohnt es, in sie zu investieren. Es geht hier nicht um Galoppwechsel und höher, schneller, weiter. Eine pferdegerechte Ausbildung reicht, um einen verlässlichen, gesunden Partner an seiner Seite zu haben.

… und es wird noch heißer.

By Termine No Comments

35° im Schatten, Pferde dösend im Energiesparmodus, am besten gar nicht bewegen.
Nachdem dieser Frühling doch etwas mager ausgefallen ist, sie kommen die doch noch, die heißen Tage.
Nicht nur Menschen macht die Hitze zu schaffen. Obwohl Pferde gegen Hitze durchaus Abwehrmechanismen besitzen, haben sie damit wesentlich mehr zu kämpfen als mit Kälte.
Gut, sie sind keine Kamele die ihre Körpertemperatur mal eben auf 42 °C hochfahren können, aber auch Pferde schützen sich, um eine Überhitzung zu vermeiden. Im schlimmsten Fall entstehen irreversible Schäden im Organismus und Proteine denaturieren.
Es kommt es zur Hyperthermie – dem Hitzetod. Damit dieses nicht geschieht, hat sich die
Natur einige Schutzmechanismen einfallen lassen.
Zunächst handeln Pferde instinktiv. Sie suchen kühle Orte mit möglichst kühler Luftbewegung auf, legen sich auf einen kühlen Untergrund. Pferde bilden im Sommer ein kurzes Haarkleid aus, reduzieren die Futteraufnahme und die Aktivität wird vermindert, die Atemfrequenz steigt an. Da sollte man sich auch überlegen, wie intensiv der Ausritt oder das Training an diesen Tagen sein sollte.
Die Körpertemperatur steigt etwas an, aber die Kerntemperatur muss erhalten werden.
Noch was Schlaues, das auch uns bekannt ist, sie schwitzen. Zum Schwitzen benötigt der Körper nicht viel Energie, hat aber einen hohen Abkühlungseffekt, da Verdunstungskälte erzeugt wird. Jedoch muss darauf geachtet werden, dass genügend Wasser zur Verfügung steht und auch Kochsalz sollte aufgenommen werden können, da auch Elektrolyte beim Schwitzen verlorengehen. Wir brauchen kein handgeschabtes Himalaja-Spezialsalz, ein normaler Salzleckstein tut es auch, jedoch sollte es zur Verfügung stehen. Bei hoher Luftfeuchtigkeit ist schwitzen relativ unwirksam.
Genügend Wasser, Salz, schattige Unterstellmöglichkeiten und auf das Training achten und vielleicht mal eine kleine Abkühlung im Fluss oder aus dem Wasserschlauch, dann werden auch heiße Tage gut überstanden.

Ausgedient……

By Termine No Comments

Für uns Pferdeverrückten sollte der letzte Gang eigentlich auch der letzte Ausweg sein, den man als Option für sein Pferd hat. Wir wollen ihnen das Leiden ersparen, und wenn nichts mehr zu machen ist, alle Möglichkeiten ausgeschöpft sind und der Schmerz überwiegt, haben wir die Möglichkeit unser Pferd zu erlösen. So sehen das viele, und wenn man diese Einstellung mit der Realität vergleicht und den Pferdebestand in den Schlachthöfen begutachtet, tut sich hier ein anderes Bild auf.
Da es in Deutschland nur erlaubt ist Tiere aus einem vernünftigen Grund zu töten, landen hier oft die ungewollten, kranken nicht mehr bezahlbaren Pferde. Problempferde, Scheidungsweisen, Pferde, deren Besitzer nicht mehr die nötigen finanziellen Mittel haben, überproduzierte Fohlen, ausgediente geschundene Kreaturen oder die Pferde, die einfach übrig sind. Sehnenschaden, Rehe Hufrolle, Fesselträgerschaden, Kissing Spines…die Tiere sind einfach nicht mehr nutzbar, aber haben ohne Belastung noch genügend Lebensqualität. Kein Tierarzt wird diese Pferde einschläfern. Aber wer will sie denn noch? Der Versuch sie als Beisteller zu vermitteln, klappt nicht immer.
Pferde kosten im Unterhalt nicht nur 3,50,- im Monat. Man muss sich leisten können zu helfen. Der Pferdemarkt ist schlecht, Ponys ab 300 Euro. Also warum soll man sich ein Pferd antun, das krank oder schwierig und nicht nutzbar ist, wenn man relativ günstig, ein gesundes Pferd ohne Macken haben kann?
Oft ist das Kind schon in den Brunnen gefallen und man kann nur hilflos zusehen, wie die Transporter nach Italien fahren oder der Hänger zum Metzger im Nachbarort. „Finitum Punktum“
Ein Pferd anzuschaffen will gut überlegt sein. Der Anschaffungspreis ist oft nicht das Ausschlaggebende. Heute kann man Pferde ja auch schon in Raten abzahlen. Teuer ist Unterhalt incl. Tierarztkosten und Ausbildung. Ein gut ausgebildetes und gesundes Pferd hat aber i.d.R. seinen Preis. Es wurde investiert und muss weiterhin versorgt und gefördert werden.
Wenn dann Probleme, gesundheitlicher oder verhaltenstechnischer Art auftreten, kann das eine tiefe Schneise im Geldbeutel hinterlassen. Man hat nicht alles in der Hand, wenn man so ein Pferd betreut. Es gibt Sachen, die passieren einfach. Aber, viele Probleme, gesundheitlicher wie psychischer Art sind hausgemacht. Mangelnde Ausbildung, Fehlbelastung der Gelenke, falsches Reiten, schlechte Sättel, mangelndes Wissen im Pferdeumgang und Pferdehaltung. Um solche menschengemachten Probleme zu vermeiden, setzt es eine gute Ausbildung des Pferdes und Reiters
voraus. Selbst wenn ein Pferd gesund ist und nicht mal allzu große Macken hat, aber halt kein
100%iges Verlasspferd ist, sprich scheut hier und da, geht nicht alleine ins Gelände und im Umgang ist es auch etwas kompliziert, etc., wird es schon schwieriger es zu verkaufen. Wandert dieses Pferd dann noch durch unzählige Hände, kann man sich vorstellen, dass es nicht besser wird.
Auf Ausbildung setzten, von Mensch und Pferd und genau an der wird oft gespart. Das kann einen ganzen Rattenschwanz hinter sich herziehen und der „Bock“ landet dann vielleicht beim Metzger.
Gefragt sind Pferde, die verlässlich und gesund sind, Leistung bringen und nicht nur auf der Koppel bestaunt werden können. Ausbildung kostet halt nun mal Geld, Zeit und Geduld und erfordert das nötige Wissen.
Vielleicht ist es Wunschdenken, das kein Pferd mangels Ausbildung und Ausbildungsfehlern zum Metzger geht. Keiner ist perfekt, aber arbeiten können wir dran und das Beste geben.

Kostenloses Geitner-Wissen in Videoformat

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Die Corona-Krise hat die Pferdewelt fest im Griff. Kurse fallen aus, Unterricht und Termine werden abgesagt. Dennoch habt ihr jetzt die Möglichkeit, mich zu sehen! Ein Teil meines Pferdewissens stelle ich Euch exklusiv in Form von Videos kostenlos zur Verfügung stellen!

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