Mach mich nackig – Das Pferd scheren oder nicht... - Michael Geitner - Be-Strict

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Mach mich nackig – Das Pferd scheren oder nicht…

By 13. Januar 2020 Termine

Gerade jetzt im Winter sieht man in vielen Reitställen Pferde die geschoren sind. Die eine „Fraktion“ findet dies vollkommen unnötig, ja sogar teilweise, ich möchte es gar nicht ausdrücken, noch viel schlimmer. Zumal Pferdedecken im Ruf stehen sollen, auch den letzen Rest des stehenden Pferdefelles “funktionsuntüchtig” zu machen. Was auch noch zu bedenken wäre, dass das Winterfell Wachstum nicht nur durch Temperatur beeinflusst wird, sondern vor allem durch die Tageslichtlänge. In einigen Sportställen sind deshalb im Stall Tageslichtlampen installiert, um den Pferden den Sommer vorzugaukeln. Einen besseren Schutz gegen Kälte als das natürliche Fell, findet man kaum. Kann eine Decke wirklich Pferdefell ersetzen?
Auf der andere Seite sind die Pferde, die täglich geritten und trainiert werden. Man kann sich vorstellen, dass diese Pferde sich mit etwas weniger Fell wohler fühen, während des Trainings. Nicht zu vergessen, die alten Pferde. Da kann es durchaus passieren, dass die noch im vollen Pelz dastehen, während  warme Temperaturen längst Einzug gehalten haben und die jungen Kollegen schon im chicken Frühjahrsoutfit glänzen. Ein Königreich für eine Schermaschine!
 
Mal zu den Fakten: wie ihr in dem Video sehen könnt, isoliert nur ein bisschen Fell 10 °C. Es war auf einem Lehrgang vor ein paar Jahren (wo Winter noch Winter war) in der Oberpfalz. Der Ehemann einer Kursteilnehmerin hatte eine professionelle Wärmebildkamera bei und hat diese fantastischen Aufnahmen gemacht.
Ich war sehr fasziniert davon, welch gewaltiger Temperaturunterschied, zwischen den geschorenen und den Stellen mit Fell war. Aber natürlich muss man wie immer beide Seiten betrachten, zum Einen schützt das bisschen Fell vor Kälte und zum Anderen isoliert das Feld das Pferd. Es könnte beim Training ganz schön warm werden. Hier den Königsweg zu finden ist wie immer nicht ganz einfach.
 
Aber, wie mir Heike Kühn (Tierärztin) einmal gesagt hat und diesen Satz habe ich immer im Ohr.Ein Millimeter Fell ist so gut wie 1 cm gute Decke.

Euer Michael Geitner & Alexandra Schmid

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Michael Geitner

Pferdetrainer
Michael Geitner (geb. 1964), mittlerweile einer bekanntesten und erfolgreichsten Pferdetrainer Deutschlands wuchs auf einer der ersten Western-Ranches in Deutschland auf. Er ist Autor diverser, erfolgreicher Pferdeliteratur und entwickelte mit “Be Strict“, Dual-Aktivierung und Equikinetic pferdegerechte Trainingsarten die dazu beitragen, die Welt der Pferde zu verbessern. 1999 startete er mit „Be Strict! "eines der besten Konzepte im Umgang und der Problemlösung mit Pferden. Michael Geitner konnte mit “Be Strict“ zahllosen Menschen helfen, ihre Pferde besser zu verstehen und den Umgang mit ihnen erleichtern. Die Geschichten seiner berühmte Pony/Zebradame Zesel, die Auflage der Cavallo 2003 wahrscheinlich um einiges steigerte, war nur ein eindrucksvolles Beispiel von der Wirksamkeit dieses Konzeptes. Be Strict war das Konzept das bis heute eine wichtige Basis im Zusammenleben zwischen Mensch und Pferd darstellt. Konsequenz gepaart mit Güte und Kulanz fordert Michael Geitner zur Wahrnehmung des Partner Pferd auf. Leicht verständlich, auf sehr unterhaltsame „ Geitner Art“ erklärt, war und ist „Be strict“ ein Meilenstein der Pferdeerziehung. Ebenfalls ein Ausrufezeichen im Pferdetraining, setzte Michael Geitner 2003 mit der Entwicklung der Dual-Aktivierung. Ein hoch effektives und erfolgreiches Zusatztraining für alle Sparten der Reiterei, um die Balance und die Koordination der Pferde zu fördern. Die Dual-Aktivierung ist weit mehr. Wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse untermauern die Effektivität der Dual-Aktivierung. Da Pferde die Welt weitestgehend in Grauschattierungen sehen, die Farbe Blau und Gelb jedoch wahrgenommen werden, machte Michael Geitner seine „Dualgassen“ in Blau und Gelb. Mittlerweile sind diese Farben zu seinem Markenzeichen geworden. Pferdeexperten aus der ganzen Welt nutzen die Dual-Aktivierung, um im Sport Ausbildung oder Freizeitbereich die Gesundheit und die Leistungen ihrer Pferde zu fördern. Michael Geitner ist Besitzertrainer für Galopprennpferde und erreicht mit ausschließlich „alten“ Pferden erstaunliche Erfolge. Alle Pferde sind heute als Lehrpferde im Einsatz und erfreuen sich bester Gesundheit. 2013 war der Startschuss der Equikinetic. Ein effizientes Muskelaufbauprogramm, das es ermöglicht, das Pferd einfach, aber sinnvoll zu gymnastizieren und effizient Muskulatur aufzubauen. Diese Art des Trainings wird ihren Weg gehen und die Welt von Mensch und Pferd erheblich erleichtern. Mittlerweile konnte Michael Geitner in ca. 450 Lehrgängen mit über 4000 Pferd-Mensch Kombinationen, vielen Pferden und Menschen auf den Weg helfen, eine neue partnerschaftliche Beziehung zu beginnen. Michael Geitner bietet auf seiner Anlage in Rechtmehring die Ausbildung zum Dual-Aktivierungstrainer, sowie die Pferde-Wissen-Kompakt Ausbildung an. Seine Ausbildungen sind praxisnah, verständlich und fundiert und überzeugen Jahr für Jahr sehr viele Menschen, einen neuen Berufsstart mit dieser Ausbildung beginnen.

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